Radikalisierung: Querdenker-Szene in Hamburg unter Beobachtung
Zwei Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen zeigen ihre Plakate. Seit dieser Woche muss in Hamburg bei Demonstrationen Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Foto: Markus Scholz/dpa
Der Hamburger Verfassungsschutz befürchtet eine Radikalisierung bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Verfassungsschutzchef Torsten Voß kündigte an, die „Querdenker“-Szene stärker beobachten zu wollen.
„Für die Zukunft bin ich mir sicher: Die Aufklärung der extremistischen Querdenker-Szene, der Szene der verfassungsfeindlichen Delegitimierer, wird ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit sein“, sagte der Verfassungsschutzchef. In Hamburg fand am Sonnabend vor dem vierten Advent die bis dahin größte Demonstration mit 11 500 Menschen gegen Corona-Maßnahmen statt. Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung weitgehend störungsfrei, bis auf einen Zwischenfall. Eine Störergruppe von 15 bis 20 Personen habe Teilnehmer der Demo angegriffen, bei ihrer Flucht hätten die Störer eine unbeteiligte 90-Jährige umgerannt. Die Frau wurde schwer verletzt.