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Luftverkehr

Ryanair rechnet wegen Iran-Krieg mit deutlich höheren Kosten

Billigflieger Ryanair: Hohe Kosten erwartet nach Milliardengewinn. (Archivbild)

Billigflieger Ryanair: Hohe Kosten erwartet nach Milliardengewinn. (Archivbild) Foto: Jörg Carstensen/dpa

Milliardengewinn, aber düstere Prognose: Warum Ryanair-Chef O’Leary trotz Rekordzahlen keine Entwarnung gibt.

Von dpa 18.05.2026, 08:10 Uhr
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Dublin. Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O’Leary jedoch nicht nennen - obwohl die Gesellschaft ihre Treibstoffkosten schon zu 80 Prozent abgesichert hat.

Es sei noch viel zu früh, um eine aussagekräftige Gewinnprognose abzugeben, erklärte O’Leary. Wie das Geschäftsjahr ausgehe, hänge stark von externen Entwicklungen ab, darunter die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, Risiken für die Kerosinversorgung und lang andauernde hohe Treibstoffpreise für den nicht abgesicherten Bedarf. O’Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine klarere Einschätzung abgeben zu können.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Ryanair den Umsatz dank mehr Passagieren und höherer Ticketpreise um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Der Überschuss stieg sogar um gut ein Drittel auf fast 2,2 Milliarden Euro. Wenn man eine verbuchte Strafzahlung in Italien herausrechnet, lag der Gewinn von 2,26 Milliarden immer noch höher als von Analysten im Schnitt erwartet. Ryanair wehrt sich weiterhin gegen die von Italiens Wettbewerbsbehörde verhängte Geldstrafe und hat nur ein Drittel der geforderten Summe als Sondereffekt verbucht.

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