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Soziales

SPD fordert neue Schutzkonzepte gegen Mobbing an Schulen

SPD-Landeschef Ulf Kämpfer reichen die Konzepte gegen Mobbing an Schulen nicht aus. (Archivbild)

SPD-Landeschef Ulf Kämpfer reichen die Konzepte gegen Mobbing an Schulen nicht aus. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa

Mobbing gehört für viele Kinder und Jugendliche leider zum Schulalltag: Die SPD fordert für sie mehr Schutz. Welche Maßnahmen die Opposition vorschlägt.

Von dpa 13.09.2026, 13:00 Uhr
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Kiel. Die SPD fordert ein neues Landeskonzept gegen Mobbing an Schulen. „Kinder müssen sich in ihrer Schule sicher fühlen können. Wo Angst, Ausgrenzung und systematisches Mobbing den Schulalltag bestimmen, können junge Menschen weder gut lernen noch sich frei entwickeln“, sagte der SPD-Landesvorsitzende Ulf Kämpfer der Deutschen Presse-Agentur. Es dürfe nicht davon abhängen, welche Schule ein Kind besucht oder wie gut die Strukturen vor Ort bereits funktionierten, ob schnell und professionell geholfen werde.

„Die Landesregierung muss hier mehr Verantwortung übernehmen. Gute Bildung bedeutet für mich nicht nur guten Unterricht. Sie bedeutet auch, dass jedes Kind gerne und ohne Angst zur Schule gehen kann“, sagte Kämpfer.

Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat betonte, „Mobbing ist kein Streit auf dem Schulhof, der sich schon irgendwie wieder legen wird. Es ist ein systematischer Prozess von Ausgrenzung und Gewalt.“ Deshalb brauchten Schulen mehr als gute Absichten. „Sie brauchen klare Abläufe, qualifiziertes Personal und schnelle professionelle Unterstützung, wenn ein Fall eskaliert.“

Dezentrale Interventionsteams sollen an Schulen helfen 

Schon jetzt gibt es ein landesweites Handlungskonzept gegen Mobbing und Cybermobbing an Schulen – dies soll aus Sicht der SPD-Fraktion neu gefasst werden. Zusätzlich soll es neue, dezentrale Interventionsteams geben, die Schulen bei akuten Mobbingfällen beraten und unterstützen. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter sollen sich zudem künftig in der Aus- und Fortbildung mit Prävention und Erkennung von Mobbing sowie Intervention auseinandersetzen.

Nach dem Willen der SPD soll Schulen zudem bei der Erstellung neuer Schutzkonzepte geholfen werden. „Gleichzeitig müssen Schulpsychologie, Jugendhilfe und Schulsozialarbeit besser zusammenspielen. Eine Lehrkraft oder eine Schule darf in einem schweren Mobbingfall nicht allein dastehen. Und erst recht darf kein betroffenes Kind das Gefühl bekommen, allein damit fertig werden zu müssen“, sagte Habersaat.

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