Zähl Pixel
Gewalt

TSchlägerei an Stader Oberschule: Polizei ermittelt gegen Jugendliche

Auf dem Gelände der Oberschule Stade haben sich kürzlich mehrere Jugendliche brutal geprügelt. Die Polizei ermittelt.

Auf dem Gelände der Oberschule Stade haben sich kürzlich mehrere Jugendliche brutal geprügelt. Die Polizei ermittelt. Foto: Screenshot

Mehrere Jugendliche schlugen kürzlich auf dem Stader Oberschulgelände so brutal aufeinander ein, dass eine Lehrerin die Polizei rief. Die Schule zieht Konsequenzen.

author
Von Lena Stehr
Montag, 22.09.2025, 05:50 Uhr

Stade. Eine brutale Auseinandersetzung zwischen mehreren männlichen Jugendlichen ist auf einem Video zu erkennen, das dem TAGEBLATT zugespielt wurde. Die Beteiligten befinden sich auf dem Außengelände nahe der Stader Oberschule in Riensförde, an einer Bushaltestelle neben dem Besucherparkplatz.

Schlägerei an der Schule und auf Famila-Parkplatz

Sie schlagen und treten einander heftig. Mehrere andere Jugendliche stehen zunächst daneben, rennen dann auseinander, während die anderen sich weiter prügeln. Die Situation ist unübersichtlich und scheint außer Kontrolle.

Abgespielt hat sich das Ganze vor wenigen Tagen am frühen Nachmittag, bestätigt Polizeisprecher Rainer Bohmbach auf TAGEBLATT-Nachfrage. Eine Lehrerin habe die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Schlägerei auf den Familia-Parkplatz im Stadtweg, unweit der Oberschule, verlagert.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Polizei habe die Personalien aller Beteiligten aufgenommen. Die Ermittlungen laufen gegen sechs Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Alle Beteiligten wurden befragt. Wer Täter und wer Opfer sei, stehe noch nicht fest. Einen Zusammenhang zur Jugendbande aus Harsefeld gebe es nicht.

Die Polizei wird den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Bis auf den 11-Jährigen, der noch nicht strafmündig ist, müssen die anderen Beteiligten mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. In Deutschland sind Personen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr strafmündig und können unter bestimmten Voraussetzungen strafrechtlich für ihre Taten verantwortlich gemacht werden.

Laut Oberschulleiter Alexander Eßer waren zwei Beteiligte Schüler der Oberschule. Sie müssten sich nun schulintern verantworten. Die Schule habe nach dem Vorfall außerdem das interne Aufsichtspersonal erhöht.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

U
Ulla Bowe
22.09.202509:51 Uhr

Ob die sog. moderne, aufgeklärte Gesellschaft das nun wahrhaben will oder nicht:
die (a-) sozialen Medien sind toxische Verursacher dieser immer häufiger zu registrierenden Auswüchse von Gewalt und Empathie-Unvermögens.
Es bedarf einer viel stärkeren Einflussnahme durch das Elternhaus (!!!!!), die Bildungsinstanzen und ggf.des Gesetzgebers. Und zwar schon bei sehr jungen Kindern!
Michael Bowe

U
Ulla Bowe antwortete am
22.09.202521:41 Uhr

Ja, Herr Lielje-Halbritter, Sie haben sicher recht; bei manchen schon, aber bei vielen ist es wahrscheinlich eher Unkenntnis, was wirklich los ist bei den Kindern, Bewußtseinsleere und auch Sorglosigkeit. Ich glaube, daß fast niemand dieser Eltern mit ihrem Kind vor dem heimischen Fernseher sitzen oder ins Kino gehen würden, um einen Splatter/Horror/Porno-Film zu schauen. Aber sowas können sich ihre Kinder täglich in ihren Handys anschauen. Und das passiert! Das sollten sich alle am Erziehungsprozess Beteiligten vergegenwärtigen.
Das ist eine tickende, gesellschaftliche Zeitbombe!
Michael Bowe

R
Rainer Lilje-Halbritter antwortete am
22.09.202519:47 Uhr

Ich glaube, bei manchen Kindern ist gerade die Einflussnahme des Elternhauses das Problem....

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel