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Energieversorgung

Darum wird in Stade eine sechs Meter hohe Fackel sichtbar

So könnte es am Donnerstag auf Bützflethersand aussehen: Gas wird an einer mobilen Fackelanlage abgebrannt.

So könnte es am Donnerstag auf Bützflethersand aussehen: Gas wird an einer mobilen Fackelanlage abgebrannt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Am Donnerstag brennt die Gasunie eine Fackel ab auf Bützflethersand. Warum das aber kein Grund zur Sorge ist.

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Von Lars Strüning
Mittwoch, 25.02.2026, 17:00 Uhr

Stade. Um die Verbindung der geplanten Energietransportleitung (ETL) 179.200 mit dem bestehenden Erdgastransportnetz vorzubereiten, nimmt Gasunie umfangreiche Arbeiten auf ihrer Station in Stade-Bützfleth vor. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Alles Gas muss raus aus der neuen Leitung

Der betroffene Leitungsabschnitt muss komplett von Gas entleert werden. Dafür kommt im ersten Schritt ein mobiler Verdichter zum Einsatz. Anschließend werden die restlichen Gasmengen mit einer mobilen Fackelanlage verbrannt. Die Fackelarbeiten finden diesen Donnerstag von früh morgens bis gegen Mittag statt, so die Mitteilung.

Die Fackelarbeiten würden von einem Spezialunternehmen unter ständiger fachkundiger Aufsicht durch Gasunie ausgeführt. Das Abfackeln bedeute für die Umwelt eine deutliche Entlastung gegenüber dem „kalten Abblasen“, hierdurch ließen sich Methan-Emissionen vermeiden. Gasunie führe diese Arbeiten laut Unternehmen so durch, dass die Auflagen der Umweltvorschriften auf EU-Ebene jederzeit erfüllt werden.

Flamme ist zu sehen - und auch zu hören

Der Einsatz der Fackel mit ihrer bis zu sechs Meter hohen Flamme führe zu wahrnehmbaren Licht- und Geräuschemissionen. Hierfür bittet Gasunie das Umfeld um Verständnis. Das sind die Mitarbeiter der benachbarten Unternehmen und vor allem auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Bützfleth.

Über den Einsatz der mobilen Fackel seien die zuständigen Behörden im Landkreis informiert worden. Die Maßnahme habe keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in der Region.

Die ETL 179.200 verbindet das im Bau befindliche landbasierte Stader LNG-Terminal mit dem bestehenden Transportnetz von Gasunie. Das Unternehmen hat dafür den Antrag auf Planfeststellung beim zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht. Die Leitung leiste einen wichtigen Beitrag zur nationalen Versorgungssicherheit, indem Deutschland auch auf Gas zurückgreifen kann, das in verflüssigter Form (LNG) geliefert wird.

Gasunie betreut 4700 Kilometer Gasleitungen

Gasunie Deutschland Transport Services GmbH mit Sitz in Hannover ist verantwortlich für das Management, den Betrieb und den Ausbau eines 4700 Kilometer langen Fernleitungsnetzes. Aufgrund seiner geografischen Lage übernimmt das insgesamt über 17.000 Kilometer lange Leitungsnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland die Funktion einer Gasdrehscheibe für Nordwesteuropa, teilt das Unternehmen mit. Gasunie Deutschland ist ein Tochterunternehmen der N.V. Nederlandse Gasunie.

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