AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Zölle

Schweiz erhebt keine Gegenzölle

Auf der Schautafel von Präsident Trump steht die Schweiz mit 31 Prozent Zöllen.

Auf der Schautafel von Präsident Trump steht die Schweiz mit 31 Prozent Zöllen. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Keine Verurteilung und cool bleiben: Das ist die Reaktion der Schweiz auf die US-Zölle, immerhin 31 Prozent auf Produkte aus dem Alpenland.

Von dpa 03.04.2025, 00:02 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Bern. Die Schweiz verzichtet vorerst auf Gegenmaßnahmen gegen die angekündigten US-Zölle. Das teilt die Regierung in Bern mit. Die Schweiz ist im Vergleich mit ihren Handelspartnern besonders stark betroffen: 31 Prozent kündigte US-Präsident Donald Trump an. 

„Eine Zunahme der handelspolitischen Spannungen ist nicht im Interesse der Schweiz“, teilte die Regierung mit. Gegenmaßnahmen gegen US-Zollerhöhungen wären mit Kosten für die Schweizer Volkswirtschaft verbunden, namentlich durch eine Verteuerung von Importen aus den USA. Die Regierung verweist darauf, dass die Schweiz alle Industriezölle 2024 abgeschafft hat und 99 Prozent aller Waren aus den USA zollfrei in die Schweiz importiert werden können. Der Handelsüberschuss sei hauptsächlich auf die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie und den Goldhandel zurückzuführen.

Anders als die EU-Kommission hatte die Regierung schon vorher auf die Ankündigung unaufgeregt reagiert: Man nehme die Zoll-Entscheidung zur Kenntnis, schrieb Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter auf der Plattform X. 

Ed McMullen, der Unternehmer und Trump-Vertraute, der in Trumps erster Amtszeit Botschafter in Bern war, lobt das. „Ich denke, Bundespräsidentin Keller-Sutter hat den richtigen Ton getroffen“, sagte er der „Weltwoche“. Sobald die Schweiz die Wichtigkeit der Handelspartnerschaft mit den USA artikuliert habe, werde der Handel weiterwachsen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Bahn verkauft Familienticket ab heute wieder

Für die Abschaffung der Familienreservierung musste die Deutsche Bahn viel Schelte einstecken. Ihre Antwort: das Familienticket. Aus dem temporären Angebot wird nun ein dauerhaftes.

Einigung auf Hafen-Finanzierung noch 2026?

Für alle deutschen Seehäfen zusammen zahlt der Bund jährlich 38,3 Millionen Euro. Küstenländer und Hafenwirtschaft fordern seit langem deutlich mehr. Der maritime Koordinator zeigt sich optimistisch.

Ryanair streicht Angebot am BER deutlich zusammen

Ryanair nimmt zum Winterflugplan zwölf Verbindungen am BER aus dem Angebot. Für sechs Ziele gibt es künftig gar keine Direktverbindung mehr. Der Standort in Schönefeld ist nicht allein betroffen.