St. Marien versteigert Kirchenbänke - hohe Nachfrage
Das Startgebot für die Kirchenbänke liegt laut Pastor Robert Pfeifer bei 400 Euro. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa
Mehr als 100 Kirchenbänke stehen zur Online-Versteigerung bereit. Die Nachfrage ist laut Marienpastor Pfeifer groß – der Erlös hilft bei der Sanierung von St. Marien.
Lübeck. Wegen der geplanten langjährigen Sanierung der St. Marienkirche in Lübeck versteigert die Gemeinde ihre Eichenbänke. „Der Verkauf läuft super“, sagte Marienpastor Robert Pfeifer. Die Nachfrage sei ausgezeichnet. Inzwischen sei die Hälfte der mehr als 100 Kirchenbänke reserviert. Die Bänke können online ersteigert werden. Das Startgebot liegt bei 400 Euro. Zuvor berichteten die „Lübecker Nachrichten“.
Die Kirche will mit den Einnahmen ab November die Sanierung des Gebäudes unterstützen, erklärte der Pastor. Wem die 2,5 Meter breiten Bänke zu groß sind, kann sie noch vor Ort von einem Schreiner anpassen lassen. Das kostet allerdings 200 Euro extra, fügte Pfeifer hinzu. Bis Ende Oktober müssen alle Bänke aus der Kirche verschwinden.
Sanierungskosten von rund 28 Millionen Euro
Mit Beginn der Sanierung wird der Fußboden aufgerissen. Gleichzeitig arbeiten die Handwerker an der Raumschale. Die Arbeiten am Boden dauern etwa neun Monate bis ein Jahr. Danach kann die Kirche laut Pfeifer wieder teilweise öffnen, während die übrigen Arbeiten noch mindestens drei Jahre andauern. Ein Großteil des Gebäudes bleibt eingehaust, um Altäre, Gemälde und andere Objekte vor Staub zu schützen.
Die Sanierung soll rund 28 Millionen Euro kosten. Nach früheren Angaben braucht die Kirche eine neue Fußbodenheizung, eine Kombiheizung, um die Kirche vorsichtig temperieren zu können. Die Hälfte der Kosten trage der Bund.