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Umbau

Start ins Harsefelder Museumsjahr: Barrierefreies WC ist fertig

Das neue barrierefreie WC im Museum Harsefeld.

Das neue barrierefreie WC im Museum Harsefeld. Foto: Museum Harsefeld

Pünktlich zur neuen Saison wurden die Bauarbeiten im Harsefelder Museum beendet. Die neuen Toiletten können ab 12. März besucht werden - ebenso wie die neue Ausstellung.

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Von Pauline Meyer
Mittwoch, 04.03.2026, 14:50 Uhr

Harsefeld. Dieses Projekt stand schon lange auf dem Plan: Jetzt sind die Maßnahmen abgeschlossen und das Museum Harsefeld hat eine neue, barrierefreie Unisex-Toilettenanlage mit Wickeltisch. Möglich gemacht wurde das unter anderem durch die Leader-Förderung.

„Man konnte sich in den alten, engen WC-Kabinen kaum drehen. Das war weit weg von barrierefrei“, sagt Flecken-Bürgermeisterin und Vorsitzende des Vereins für Kloster- und Heimatgeschichte Harsefeld, Susanne de Bruijn. Das Museum befindet sich in der historischen Amts- und Gerichtsstube im Klosterpark in Harsefeld. In den 1980er Jahren wurde das Gebäude umfangreich restauriert.

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Dessen Fundamente reichen bis in die Klosterzeit zwischen 1102 und 1647 zurück. Ganz so alt waren die Toiletten zwar nicht, doch nach mehr als 25 Jahren entsprachen sie nicht mehr dem heutigen Standard oder den Bedürfnissen der Gäste. Mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen sei es gar nicht erst möglich gewesen, die Sanitärräume zu benutzen, so Susanne de Bruijn.

Das Museum Harsefeld hat nun eine neue Sanitäranlage.

Das Museum Harsefeld hat nun eine neue Sanitäranlage. Foto: Archiv

In den vergangenen Jahren war die langersehnte Umsetzung des Projekts an der Finanzierung gescheitert. 2025 gab es dann die Zusage über Fördermittel des Landkreises Stade und der Europäischen Union. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 52.900 Euro.

35.700 Euro davon gab es vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) im Rahmen der Umsetzung von Leader-Maßnahmen und 2000 Euro vom Landkreis Stade nach der Kulturförderrichtlinie. Den Rest finanzierte der Flecken Harsefeld als Betreiber des Museums. Den Umbau hatte das Architekturbüro Frenzel & Frenzel in Abstimmung mit Bauamt und Denkmalschutzbehörde realisiert. Beteiligt waren auch zahlreiche ortsansässige Firmen.

Museumsjahr wird am 12. März eröffnet

„Wir haben etwa 5000 Besucher im Jahr“, erklärt Susanne de Bruijn. Wichtig seien die Sanitäranlagen vor allem, wenn die Gästeführer einen Halt im Museum machen oder auch wenn standesamtliche Trauungen im Friedrich-Huth-Zimmer stattfinden.

Einige Feinheiten gab es während des Baus noch anzupassen: „Die bisherige Tür war nicht breit genug, um barrierefrei zu sein“, erklärt de Bruijn. Daher habe man sie an eine andere Stelle gesetzt. Eine weitere kleine Neuheit soll den Besuchern des Museums am Donnerstag, 12. März, um 17 Uhr präsentiert werden.

Dann öffnet das Museum erstmals in diesem Jahr seine Türen und stellt die neuen Sanitäranlagen vor. Gleichzeitig eröffnet der Verein für Kloster- und Heimatgeschichte Harsefeld die neue Sonderausstellung „Alles ganz leicht - Papiermodelle vom Feinsten“. Die Aussteller zeigen bis August ihre Kunst aus Papier.

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