TTrainer nicht geimpft: Das sagen die Fredenbeck-Fans zum Aus von Andreas Ott
Andreas Ott.
Spiel eins nach der Trennung von Trainer Andreas Ott: Als die Handballer des VfL Fredenbeck am Sonnabend gegen die HG Hamburg-Barmbek verloren, war der Fall kaum Thema. Die wenigen, die was sagten, respektierten die Vereinsentscheidung.
Die Zuschauer in der Geestlandhalle reagieren verhalten. Schade finden einige die Trennung von Andreas Ott ob dessen Verdienste. Sie akzeptieren die Entscheidung des Vereins. Kritiker gibt es kaum. Viele wollen anonym bleiben. Die Prominenten, die beim VfL Fredenbeck etwas zu sagen hätten oder die, die in der Vergangenheit viel erzählten, sind zurückhaltend. Dabei gibt es genügend Diskussionsstoff. Trainer Andreas Ott, der als Coach an der Seite seines Kollegen Igor Sharnikau arbeitete, musste in der vergangenen Woche seinen Posten abgeben, weil er nicht geimpft ist. Der VfL setzt aber für alle Aktiven des Drittligateams im Zuge der Corona-Pandemie auf die 2G-Regelung. Nur einige wenige wollen den Fall Andreas Ott kommentieren.
„Die Entscheidung des Vorstands ist richtig. Er kann ja als Trainer nicht mehr agieren. Aber er war immer ein guter Ansprechpartner für uns“, sagt Britta Meyer vom Fanclub Blue Dragons.
2G plus auf der Tribüne, aber Trainer nicht geimpft: "Das geht nicht"
Auf der Tribüne sind die Gesprächspartner zurückhaltend. Auf dem Spielfeld gelingt es einer sichtlich bemühten Mannschaft gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner nicht, zu punkten. Von Beginn an vergaben gehemmt wirkende Fredenbecker in einer hektischen Partie ihre Torchancen. Dreimal nacheinander wurden gleich zu Beginn Großchancen von außen und Kreis ausgelassen. Stattdessen trafen die Barmbeker mehrfach über die Außenpositionen und lagen schnell mit drei Toren in Führung (2:5, 9.).
„So ganz einverstanden bin ich nicht. Aber ich kann das nicht entscheiden. Das ist doch seine persönliche Sache. Aber wenn der Vorstand das so entscheidet, muss man das akzeptieren“, sagt Zuschauer Roland Gottschalk über die Trennung von Andreas Ott.
Auf der Tribüne wird Jörg Blachowski von den Blue Dragons direkt: „Das kann man den Zuschauern ja nicht mehr verkaufen. Hier 2G-plus, da ungeimpft. Das geht nicht. Es tut mir für Otti leid.“
Fans sehen das Engagement ihres Ex-Trainers
„Das finde ich richtig. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen“, sagt Zuschauer Roland Gottschalk über die Entscheidung des Vereins zur Person Andreas Ott.
Werner Meyer vom Fanclub fragt sich, wer die Lücke füllt und trauert dem Engagement des Ex-Trainers nach: „Auch wenn es nicht anders geht. Otti hat viel für den Verein gemacht und reißt ein großes Loch, ein sehr großes.“
Der Schlusspfiff beim Stand von 22:32 beendete eine Partie, in die der VfL Fredenbeck mit großen Hoffnungen gestartet war, die aber mit großer Ernüchterung ob der gebotenen Leistungen endete. 60 Minuten lang waren Corona und der Fall Ott in der Geestlandhalle kaum ein Thema.
Wie berichtet hatte sich der VfL Fredenbeck hat sich von Trainer Andreas Ott mit sofortiger Wirkung getrennt. Ott, der zusammen mit Igor Sharnikau den Handball-Drittligisten führte, ist aus persönlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus geimpft.
Michel Brassait erzielte gegen die Hamburger fünf Tore. Foto: Potreck