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Handel

Verbraucher kaufen weniger Spirituosen

Eine Mitarbeiterin eines Spirituosenherstellers kontrolliert die abgefüllten Flaschen. Die Zurückhaltung beim Konsum macht sich auch bei den Spirituosen-Herstellern bemerkbar (Symbolbild).

Eine Mitarbeiterin eines Spirituosenherstellers kontrolliert die abgefüllten Flaschen. Die Zurückhaltung beim Konsum macht sich auch bei den Spirituosen-Herstellern bemerkbar (Symbolbild). Foto: Patricia Bartos/dpa

Das Sparen beim Wocheneinkauf macht sich auch bei den Spirituosen-Herstellern bemerkbar. Der Umsatz ist im Jahr 2023 zwar leicht gestiegen, der Pro-Kopf-Konsum jedoch rückläufig.

Von dpa 11.06.2024, 17:40 Uhr
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Bonn. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sparen beim Wocheneinkauf - auch bei Spirituosen. Die Absatzmenge von hochprozentigen alkoholischen Getränken im Lebensmittel-Einzelhandel ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gesunken. Das gab der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) bekannt.

Beim Umsatz verzeichnete die Branche zwar ein kleines Plus von 1,4 Prozent. Dies ist jedoch vor allem auf die inflationsbedingt gestiegenen Preise zurückzuführen. Die Zahlen stützen sich auf Daten des Marktforschungsinstituts NIQ.

0,1 Liter weniger Pro Kopf

Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen ging im vergangenen Jahr nach Angaben des Verbandes um 0,1 Liter und knapp zwei Prozent zurück. „Fachkräftemangel, Inflation, Energiepreise, Rohstoffverteuerung sowie Bürokratie fordern die Spirituosenbranche in Deutschland“, sagte Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick.

Spirituosen sind Getränke, die einen Alkoholgehalt von mindestens 15 Prozent aufweisen. In Deutschland werden laut Branchenverband etwa ein Viertel der Spirituosen über Gastronomie und Fachhandel abgesetzt, drei Viertel über den Lebensmittel-Einzelhandel. Supermärkte und Discounter setzten 2023 knapp fünf Milliarden Euro mit Spirituosen um. Das war ein Viertel des Umsatzes aller alkoholhaltigen Getränke.

Die größten mengenmäßigen Marktanteile verbuchen dem Verband zufolge klare Spirituosen (37 Prozent) und Liköre (36 Prozent). In Deutschland wurden 2023 demnach rund 710 Millionen 0,7-Liter-Flaschen mit Spirituosen angeboten. Der deutsche Markt ist mit etwa acht Prozent den Angaben nach der größte innerhalb der EU.

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