VfL Fredenbeck zeigt in Stralsund eine desolate Leistung
Rechtsaußen Jan Möller bleibt dem VfL auch in der nächsten Saison erhalten. Foto: Struwe (Archiv)
Auch das letzte Spiel der Drittliga-Vorrunde verlieren die Handballer des VfL Fredenbeck auswärts gegen den Stralsunder HV mit 21:35 (9:19) sang- und klanglos. Der VfL startet am nächsten Wochenende in die Abstiegsrunde mit 0:4 Punkten.
Acht Minuten nach Spielbeginn konnten die Fredenbecker noch davon träumen, im letzten Spiel der Vorrunde die für die Abstiegsrunde so wichtigen Punkte aus Stralsund mitzunehmen (3:4, 8.). Dann zogen die Stralsunder, für die ein Sieg den direkten Klassenerhalt bedeutete, binnen weniger Minuten auf 9:4 (9.) davon.
Die Fredenbecker Abwehr war löchrig wie der allseits bekannte Schweizer Käse. Immer wieder gestattete sie einfachste Abschlüsse der Stralsunder. Da auch Fredenbecks Torleute nicht den besten Tag erwischt hatten, bahnte sich schon früh das Ende aller Fredenbecker Träume an. Auch eine frühe Auszeit von Trainer Igor Sharnikau, der von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung (12. Min.) umstellte und der Wechsel der Torhüter, Teo Meštrovic kam für Jona Paulsen (16. Min.), halfen nicht. Der Stralsunder Angriff traf nach Belieben.
VfL nicht drittligareif: Schon zur Halbzeit abgeschlagen
Auch in der Fredenbecker Offensive nichts Neues: Überhastete Würfe statt druckvolles Angriffsspiel. Vergebene Chancen gesellten sich dazu. Das deklassierende 9:19 zur Halbzeit war der folgerichtige Zwischenstand.
Wer darauf gehofft hatte, dass die Fredenbecker in der zweiten Hälfte wenigstens auf eine Resultatsverbesserung spielten, sah sich getäuscht. Symptomatisch der Beginn. Im ersten Angriff der zweiten Halbzeit kam Maximilian Lens auf Linksaußen frei und unbedrängt durch. Er verwarf. Im Gegenzug verloren die Stralsunder den Ball. Pelle Fick lief einen Gegenstoß und verwarf ebenso. Trainer Igor Sharnikau brachte den siebten Feldspieler (39.), trotzdem fanden die Fredenbecker keine Lösungen. Die Schiedsrichter zeigten mehrfach passives Spiel an.
Beim 15:30 bahnte sich ein Debakel an
Auch eine 7:5-Überzahl nach einer doppelten Zeitstrafe für Stralsund brachte keine Torgefahr. Beim 30:15 (48.) bahnte sich ein Debakel an, doch Stralsunds Trainer zeigte Mitgefühl und wechselte seinen Nachwuchs ein. Der Kantersieg und der Klassenerhalt blieben ungefährdet.
Der VfL trifft im ersten Spiel der Abstiegsrunde am kommenden Sonnabend in der Geestlandhalle auf den TV Bissendorf-Holte, den Tabellenletzten der Staffel B (6:38 Punkte). Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf eine nächste Spielzeit in der Dritten Liga wach.
Die Statistik
VfL Fredenbeck: Paulsen, Meštrovic; Buhrfeind 5, Sharnikau 3, Huckschlag, Fick 1, Brassait 3, Kratzenberg 2, Lens 1, Möller, Müller 5, Reiners 1
Siebenmeter: VfL 1/0 – SVH 2/1
Zeitstrafen: VfL 3 – SHV 3
Zuschauer: 420
Nächstes Spiel: VfL Fredenbeck – TV Bissendorf – Holte (Sbd., 26. März, 19.30 Uhr, Geestlandhalle)