AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Streit um politische Ansagen

Weiterer Musiker sagt für Glücksgefühle-Festival ab

Good vibes only? Der Streit um das Glücksgefühle-Festival treibt Künstler um.

Good vibes only? Der Streit um das Glücksgefühle-Festival treibt Künstler um. Foto: Uwe Anspach/dpa

Dürfen Künstler auf der Bühne ihre politische Meinung sagen? Die Glücksgefühle-Veranstalter sahen das zunächst nicht so - daraus zieht DJ Beauty & the Beats nun Konsequenzen.

Von dpa 04.09.2026, 09:55 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Hockenheim. Nächste Absage beim Glücksgefühle-Festival: Der DJ Beauty & the Beats kommt nach dem Streit über mögliche politische Äußerungen auf der Bühne nicht zu dem Musik-Spektakel am Hockenheimring. Auch die Band Alphaville („Forever young“) hatte abgesagt; Hintergrund war eine Bitte des Veranstalters, bei dem Auftritt nicht über Politik zu reden. 

Beauty & the Beats erklärte in einem Instagram-Beitrag: „Sich für unsere Demokratie, Vielfalt, Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus auszusprechen, hat entgegen der Meinung des Festivals nämlich absolut nichts mit Politik zu tun, sondern ist einfach ganz normale Zivicourage.“ Er sprach vom Versuch, Künstler mundtot zu machen, und rief dazu auf, die freiheitliche Demokratie in Deutschland zu erhalten. 

Der Festival-Veranstalter hatte seine Bitte damit begründet, dass politische Äußerungen des Alphaville-Sängers Marian Gold in der Vergangenheit Unmut bei Besuchern und Beschwerden ausgelöst hätten. Gold hatte sich gegen rechtsradikale Tendenzen und für Freiheit, Toleranz und Demokratie eingesetzt. Weil die Band sich solche Äußerungen nicht verbieten lassen wollte, wurde sie zunächst ausgeladen. Später sprachen die Veranstalter von einem Fehler und luden Alphaville wieder ein. Die Band verzichtet aber auf den Auftritt.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

BGH klärt Sampling-Streit um Kraftwerk-Beat

Seit fast einem Vierteljahrhundert beschäftigt der Rechtsstreit um eine zwei Sekunden lange Tonfolge Gerichte. Und eine ganze Branche verfolgt das. Erneut hat der BGH eine Entscheidung getroffen.