Werder-Debakel in Dresden: Schwache Bremer verlieren 0:3
Dynamos Christoph Daferner (l) erzielt gegen Bremens Marco Friedl das Tor zum 1:0. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Absteiger Werder Bremen hat in der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Rückschlag erlitten. Eine Woche nach der Niederlage im Nordderby gegen den Hamburger SV unterlag das Team von Trainer Markus Anfang am Sonntag bei Aufsteiger SG Dynamo Dresden 0:3 (0:1).
Absteiger Werder Bremen hat in der Zweiten Liga den nächsten Rückschlag erlitten. Eine Woche nach der Niederlage im Nordderby gegen den Hamburger SV unterlag das Team von Trainer Markus Anfang am Sonntag bei Aufsteiger Dynamo Dresden 0:3 (0:1). Dadurch fiel Werder auf den zehnten Tabellenplatz zurück und musste Dresden vorbeiziehen lassen. Vor 16 000 Zuschauern erzielten Christoph Daferner (40./66. Minute) und Morris Schröter (75.) die Dynamo-Tore.
«Es war kein gutes Spiel von meiner Mannschaft. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren zu unruhig im Spiel nach vorne. So kannst du in der Zweiten Liga kein Spiel gewinnen», sagte Anfang bei Sky enttäuscht. «Jeder Spieler muss sich an die eigene Nase fassen. Wir können es nicht nur auf das junge Alter der Mannschaft schieben.»
Schwache Leistung
Eine Woche nach der Derby-Niederlage gegen den HSV zeigten die Bremer eine erschreckend schwache Leistung. Konnte die Pleite gegen den HSV noch als unglücklich bezeichnet werden, so war der Auftritt im Rudolf-Harbig-Stadion eine einzige Enttäuschung. Gegen den 1. FC Heidenheim steht Werder am Freitag daher bereits wieder unter Druck.
Anfang hatte seine Startelf im Vergleich zum HSV-Spiel auf drei Positionen verändert. Ilia Gruev, Marco Friedl und Eren Dinkci standen für Christian Groß, Lars Lukas Mai und Abdenego Nankishi in der Anfangsformation. Routinier Ömer Toprak fehlte weiter verletzt.
Von Beginn an fanden die Bremer keine Einstellung zur aggressiven Spielweise der Gastgeber. «Da müssen wir einfach präsenter sein», kritisierte Ersatz-Kapitän Milos Veljkovic. Im defensiven Mittelfeld war der 21 Jahre alte Gruev überfordert, im Spiel nach vorne leistete sich die gesamte Bremer Mannschaft einen Fehlpass nach dem anderen und vorne konnte sich Torjäger Marvin Ducksch dieses Mal nicht in Szene setzen. So war es ein sehr ernüchternder Tag für den Erstliga-Absteiger.
Dynamo tritt mutig auf
Dynamo trat nach zuvor zwei Niederlagen dagegen mutig auf und drängte die lethargischen Gäste zu Beginn weit zurück. Zwar fand Werder Mitte des ersten Durchgangs etwas besser in die Partie, doch fünf Minuten vor der Pause brachte Christoph Daferner Dynamo verdient in Führung. Der Rückstand wirkte für das Anfang-Team nicht wie ein Weckruf. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Dresden die bessere Mannschaft und erhöhte erneut durch Daferner auf 2:0.
Anfang hatte kurz zuvor in Niclas Füllkrug und Roger Assalé zwei neue Offensivkräfte gebracht, doch auch das verpuffte nahezu wirkungslos. Füllkrug hatte nach dem 0:2 immerhin die beste Bremer Chance, traf per Kopf aber nur den Pfosten und bleibt damit in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Statt des Anschlusstores erhöhte Schröter eine Viertelstunde vor dem Ende sogar noch auf 3:0. (dpa)