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Corona-Zahlen

Wieder über 600 Neuinfektionen – Inzidenz im Kreis Stade erreicht Höchstwert

Nach 628 bestätigten Corona-Neuinfektionen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade auf 1151,2. Foto: dpa-Bildfunk

Nach 628 bestätigten Corona-Neuinfektionen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade auf 1151,2. Foto: dpa-Bildfunk

Bund und Länder diskutieren über Lockerungen, dabei steigen die Corona-Zahlen derzeit immer weiter. Der Sieben-Tage-Wert im Landkreis hat am Donnerstag erneut ein neues Allzeithoch erreicht. So ist die Lage.

Donnerstag, 17.03.2022, 10:00 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete für den Landkreis Stade am Donnerstag (Stand: 17. März, 3.36 Uhr) eine Inzidenz von 1151,2 Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit ist ein neuer Höchststand seit Pandemie-Beginn erreicht. Am Vortag hatte der Wert bei 1100 gelegen; am Dienstag war mit 1113,2 der bisherige Höchststand erreicht worden. Zum Vergleich: Bereits vor einer Woche hatte sich der Anstieg abgezeichnet, damals lag der Sieben-Tage-Wert bei 926,7.

Der Landkreis registrierte im Vergleich zur Vormeldung 628 bestätigte Neuinfektionen (Stand: 16. März, 16.40 Uhr). Insgesamt wurden seit Pandemie-Beginn 28.840 Menschen im Kreis nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet. Aktuell sind den Angaben zufolge 3057 Personen (+108 zur Vormeldung) mit SARS-CoV-2 infiziert. 25.603 Personen (+250) gelten als genesen.

Gesundheitsexperten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die derzeit nicht erfasst sind oder erst verzögert erfasst werden. Kontakte werden vom Kreis-Gesundheitsamt nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte es eine größere Zahl von Menschen geben, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Bislang im Kreis kein Anstieg der Klinikpatienten mit Covid-19 zu verzeichnen

Die Zahl der Verstorbenen an oder mit dem Coronavirus liegt im Kreis Stade unverändert bei 180. Die Lage in den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude bleibt entspannt. Mit Stand vom Donnerstag werden zudem weiterhin sieben Covid-19-Patienten in den Elbe Kliniken in Stade und Buxtehude stationär behandelt, kein Patient muss dabei auf der Intensivstation betreut werden (Quelle: IVENA).

Derzeit kann jedoch noch nicht abschließend beurteilt werden, ob sich die Situation in den Kliniken mit den steigenden Infektionszahlen nicht wieder verschlechtert. Zum Vergleich: Der Höhepunkt der Belastung der Intensivstationen in der dritten Welle 2021 war erst Ende April erreicht worden.

In den Elbe Kliniken wie auch im gesamten Gesundheits-, Rettungswesen und in der Pflege gilt seit Mittwoch die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ungeimpfte Mitarbeiter müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Inzidenzen in den Nachbarkreisen

  • Cuxhaven: 1034,1 (Vortag: 1030)
  • Rotenburg: 1330,2 (Vortag: 1181,3)
  • Harburg: 1396,4 (Vortag: 1302,3)

(Stand: RKI, 17. März, 3.36 Uhr)

Sieben-Tage-Wert in Niedersachsen steigt weiter

Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen hält auch niedersachsenweit unvermindert an. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 1540,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag lag der Wert noch bei 1522,1. Insgesamt wurden landesweit 25.632 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert, 20 weitere Menschen starben.

Auch der Hospitalisierungswert als entscheidender Richtwert in der Pandemie-Beurteilung stieg abermals auf einen neuen Höchststand  – von 14,3 auf 14,3. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner mit Covid-19 in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Unter den positiv Getesteten sind auch viele Menschen, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten stieg von 6,1 auf 6,4 Prozent.

In Niedersachsen – und damit auch im Landkreis – soll es von Sonnabend an eine neue Corona-Übergangsverordnung geben. Zahlreiche Maßnahmen sollen mindestens bis 2. April beibehalten werden. Bund und Länder beraten an diesem Donnerstag über das weitere Vorgehen. Niedersachsen kritisiert die vom 20. März an geplanten Lockerungensschritte als verfrüht.

Bundesweit zweiten Tag in Folge über 250.000 Neuinfektionen

Bundesweit meldeten die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben 294.931 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie noch nie. Am 10. März hatte die Zahl erstmals in der Pandemie die Marke von 250.000 überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI nun mit 1651,4 an – ebenfalls ein Rekord. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 278 Todesfälle verzeichnet.

Als Hauptgründe für die derzeitige Entwicklung gelten die laut Experten um etwa 40 Prozent besser übertragbare Omikron-Subvariante BA.2 und die Lockerungen von Schutzmaßnahmen(tip/mit dpa).

Derzeit sind im Landkreis Stade den offiziellen Angaben zufolge wieder deutlich unter 3000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Derzeit sind im Landkreis Stade den offiziellen Angaben zufolge wieder deutlich unter 3000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit März 2020 erreicht.

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Das Coronavirus : Ärosole spielen bei der Übertragung eine zentrale Rolle.

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Ein Corona-Tester führt einen Schnelltest durch. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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Ein Mann führt einen Corona-Schnelltest durch. (Archivbild). Foto: Matthias Balk/dpa

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Die Intensivstationen der Elbe Kliniken sind voll – aber nicht wegen der Corona-Fälle. Gleichwohl müssen Kapazitäten wegen Corona freigehalten werden. Foto: Hajduk

Die Intensivstationen der Elbe Kliniken sind voll – aber nicht wegen der Corona-Fälle. Gleichwohl müssen Kapazitäten wegen Corona freigehalten werden. Foto: Hajduk

Die Corona-Zahlen im Landkreis sind nach den Feiertagen sprunghaft angestiegen. Foto: Pixabay

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Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann sich testen lassen, um Zutritt zu bestimmten Bereichen wie Restaurants oder Frisörsalon zu bekommen. Foto: dpa

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