UPDATE
08.08.2020, 06:32
Schwerer Unfall auf A26: Verdacht auf Trunkenheit am Steuer

HORNEBURG. Am frühen Sonnabendmorgen ist eine Autofahrerin auf der A 26 bei Horneburg schwer verunglückt. Die Frau ist mit einem BMW-Sportwagen von der Fahrbahn abgekommen. Die Polizei ermittelt nun, ob die Fahrerin unter Alkoholeinfluss stand.

(Update: Sonnabend, 8. August, 13.40 Uhr: Ermittlungsstand hinzugefügt)

Am Sonnabendmittag teilte Polizeisprecher Rainer Bohmbach neue Hinweise zur Unfallursache mit. Nachdem noch an der Unfallstelle der Verdacht aufkam, die verunfallte Frau könnte unter Alkoholeinfluss gefahren sein, wurde ihr in der Klinik eine Blutprobe entnommen. Gegen sie wird nun zusätzlich wegen Trunkenheit im Verkehr und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.

Der Unfall ereignete sich gegen 4 Uhr. Das Fahrzeug hat sich mehrfach überschlagen und ist eine Böschung hinabgestürzt. Ein vorbeifahrender Autofahrer entdeckte das Wrack des weißen BMW an der Abfahrt in Horneburg hinter der Leitplanke und setzte einen Notruf ab. Die Feuerwehr Horneburg, der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes aus der Horneburger Rettungswache sowie ein Notarzt der Elbe Kliniken und Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der Stader Polizeiinspektion rückten aus.

BMW landet in Böschung

Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge war die Frau mit dem BMW-Sportwagen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. In dem Abschnitt der A 26 gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Bei der Abfahrt in Horneburg verlor sie die Kontrolle über das Auto und rutschte zwischen den Leitplanken auf eine Wiese. Dort überschlug sich das Fahrzeug mehrfach. Es schleuderte schließlich über die Leitplanke an der Auffahrt und rutschte eine Böschung zu einer Obstplantage hinab. An der Böschung blieb der BMW auf der Seite liegen. Die Fahrerin war eingeklemmt und nur anfänglich noch ansprechbar.

Die Feuerwehrleute setzen schweres hydraulisches Rettungsgerät ein, um die Fahrerin zu befreien. Foto: Beneke

Mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät musste sie von den Feuerwehrleuten aus dem Wrack befreit werden. Die Ehrenamtlichen unter der Führung des Horneburger Ortsbrandmeisters Nils Bründel trennten unter anderem Teile des Daches ab und schnitten eine Tür auf, um die Patientin schonend aus dem Auto zu holen. Eine Dreiviertelstunde arbeiteten die Feuerwehrleute an dem Unfallfahrzeug, das sie zuvor mit Seilen gesichert und stabilisiert hatten. Nach der medizinischen Erstversorgung durch Notfallsanitäter und Notarzt kam sie im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. Später unterstützten die Feuerwehrleute die Mitarbeiter eines Abschleppdienstes bei der Bergung des völlig demolierten BMW mit einem Kram und sammelten Trümmerteile ein. Das Auto hat nur noch Schrottwert.

Die Polizisten dokumentierten die Spuren des Unfalls, um das Geschehen rekonstruieren zu können. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei der Stader Polizei melden. Ab- und Auffahrt in Horneburg waren während der Rettungs- und Aufräumarbeiten am Sonnabendmorgen zeitweise voll gesperrt.

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