Ärger mit Mobilfunkanbieter: Neuer Online-Service unterstützt Verbraucher

HAMBURG. Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK zufolge hatte jeder dritte Deutsche innerhalb der letzten drei Jahre Probleme mit einem Internet-, Festnetz- oder Mobilfunkvertrag. Mit diesem Online-Service der Verbraucherzentralen können Betroffene ihre Rechte von den Unternehmen einfordern.


Laut der repräsentativen Online-Erhebung erhielten 40 Prozent der Befragten die gebuchte Leistung nicht wie vereinbart, rund 30 Prozent hatten Probleme bei der Kündigung ihres Vertrages. Hinzu kommen weitere Ärgernisse wie ungewollte Abo-Kosten oder eine nicht nachvollziehbare, beziehungsweise zu hohe Telefonrechnung. Die Vertriebsmethoden von Handyshops sind bei der Verbraucherzentrale Hamburg immer wieder Gegenstand von Beschwerden, allen voran: die Kündigung von Mobilfunkverträgen.

Vertragskündigung im Handyshop oft problematisch

„Gerade ältere Menschen oder Verbraucher, die noch nicht lange in Deutschland leben, gehen oft in einen Handyladen, um ihre Kündigung zu erklären“, berichtet Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Geben die Mitarbeiter des Shops die Kündigung nicht oder zu spät weiter, verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr. Die Betroffenen können den rechtzeitigen Eingang des Kündigungsschreibens beim Anbieter meist nicht nachweisen.“ Verbraucher, die im Vertrauen auf die Kündigung schon einen neuen Vertrag im Laden abgeschlossen haben, müssen dann über viele Monate doppelt zahlen.

Individuelles Kündigungsschreiben

Um Ratsuchende vor Fallen bei der Kündigung zu schützen, bietet die Verbraucherzentrale Hamburg ab sofort einen kostenlosen Internet-Service an, der im Rahmen des bundesweiten Projekts „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ entwickelt wurde und mit dem Betroffene ein individuelles Kündigungsschreiben für ihren Mobilfunkvertrag erstellen können. Die Adressen der fünf größten Anbieter sind bereits hinterlegt, es müssen lediglich die persönlichen Daten ergänzt werden. Das Dokument anschließend ausdrucken, unterzeichnen und - ganz wichtig - per Einwurfeinschreiben an das Mobilfunkunternehmen versenden.

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