Leiche in der Elbe in Hamburg gefunden
Die Identität war am Sonntagabend noch nicht geklärt. Handelt es sich um den vermissten Schotten?
Eine männliche Wasserleiche ist am Sonntagvormittag in Hamburg aus der Elbe geborgen worden. Die Identität des Toten war zunächst unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei könnte es sich sowohl um einen seit vergangener Woche vermissten Schotten handeln als auch um einen am Freitag während der Arbeit über Bord gegangenen Decksmann oder eine gänzlich unbekannte Person. Am Montag soll es nähere Informationen zu dem Fall geben.
Es wird befürchtet, dass es sich um den vermissten Schotten handelt, dessen Spur am Freitag auch nach Buxtehude geführt hatte. Der 29-Jährige Liam Colgan verschwand vor einer Woche spurlos in Hamburg, als er mit seinem Bruder Junggesellenabschied gefeiert hatte. Der Vermisste hatte die Party auf dem Kiez organisiert und war mitten in der Nacht vermisst worden.
Zeugen wollen ihn in Buxtehude gesehen haben, Suchhunde sprangen an. Sein Bruder hing dort mit Hilfe zweier Cousinen Suchplakate am Bahnhof und in der Innenstadt Plakate auf. Die Theorie: Der Vermisste, der stark alkoholisiert gewesen sein soll, könnte im verwirrten Zustand mit der S3 Richtung Buxtehude gefahren sein.
Der Tote in der Elbe wurde in der Nähe des HHLA-Geländes gegenüber den Docklands gemeldet und gegen 10.30 Uhr geborgen. Vieles, so berichteten Hamburger Zeitungen am Sonntag, deute darauf hin, dass der vermisste Schotte gefunden sei. Unter anderem die Kleidung lasse darauf schließen.
Es könnte sich beim Leichenfund aber auch um den am Freitag während der Arbeit im Hafen über Bord gegangenen Decksmann handeln, der in das eiskalte Wasser der Elbe gefallen war. Allerdings: Er trug eine Wetterschutzjacke in Signal-Rot mit reflektierenden Streifen. Die sei bei der Wasserleiche nicht gefunden worden.
In einer früheren Version dieses Artikels gingen wir deutlicher von einem Zusammenhang mit dem Fall des verschwundenen Schotten aus. Wir haben das mittlerweile korrigiert und bitten um Entschuldigung. Das Team von TAGEBLATT online