Erneut Razzia im Kreis Stade: Zoll beschlagnahmt Gewehr und Tabak
Der Zoll hat im Landkreis Stade mehrere Wohnungen durchsucht. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Eigentlich hatten die Zollbeamten es auf Schwarzarbeitsdelikte abgesehen. Doch bei den Durchsuchungen im Landkreis Stade machten sie interessante Funde.
Landkreis. Bereits am Dienstag, 10. März, hat der Zoll im Landkreis Stade mehrere Wohnungen durchsucht. Die Razzia sollte zur Aufklärung von Schwarzarbeitsdelikten beitragen, berichtet Volker von Maurich, Sprecher des Hauptzollamts Bremen.
Dabei entdeckten die Beamten so einiges:
- In der Wohnung einer Beschuldigten stellten die Ermittler ein Gewehr sicher, für das die entsprechende Besitzerlaubnis fehlte.
- Bei einem 39-jährigen Mann, ebenfalls ein Beschuldigter, entdeckte der Zoll in seiner Wohnung und der von ihm betriebenen Shishabar insgesamt knapp 30 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak. „Noch vor Ort wurde gegen den 39-Jährigen zusätzlich ein Steuerstrafverfahren eingeleitet“, sagt von Maurich. Der Steuerschaden belaufe sich auf mehr als 1400 Euro.
- In einem Grill fanden die Beamten vergammeltes Fleisch - sie schalteten das Veterinäramt ein.
- Die Polizei hat außerdem zwei illegal aufgestellte Glücksspielautomaten entdeckt und stillgelegt.
„Schwarzarbeit ist Wirtschaftskriminalität“
Der Prüfbezirk des Hauptzollamts Bremen umfasst neben dem Land Bremen die Landkreise Stade, Cuxhaven, Osterholz und einen Teil des Landkreises Rotenburg/Wümme sowie die Stadt Delmenhorst.
Im vergangenen Jahr hat das Hauptzollamt laut Volker von Maurich mehr als 3400 Strafverfahren aufgrund von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung eingeleitet. Im Zuge der anschließenden Ermittlungsverfahren komme es regelmäßig auch zu Durchsuchungen bei Beschuldigten. Im Jahr 2024 hatte das Hauptzollamt Bremen in seinem Prüfbezirk über 550 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt.
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„Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung sind Wirtschaftskriminalität und werden von uns konsequent verfolgt“, erläutert der Pressesprecher des Hauptzollamts Bremen. „Auch Steueraufsichtsmaßnahmen in Shishabars und anderen Tabakverkaufsstellen führen regelmäßig zur Aufdeckung von Verstößen gegen das Tabaksteuerrecht und der sofortigen Einleitung von Steuerstrafverfahren“, so von Maurich weiter.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stade führt das Hauptzollamt Bremen das Ermittlungsverfahren zur Aufklärung von Schwarzarbeitsdelikten fort. (set/pm)
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