UPDATE
21.09.2020, 13:38
Auto in Aspe von Zug erfasst

KUTENHOLZ. Ein Personenzug der Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) hat am Montagmittag am Bahnübergang Verenfeldstraße in Kutenholz-Aspe einen Volvo-Geländewagen erfasst. Die Autofahrerin musste im Krankenhaus behandelt werden.

(Letztes Update am 21. September um 17.46 Uhr: Weitere Details zum Unfallhergang hinzugefügt.)

Das Unglück ereignete sich gegen 12.45 Uhr. Die Frau war mit ihrem schwarzen Volvo-SUV auf der Verenfeldstraße in Richtung Friedhof unterwegs. Am Bahnübergang, der nur durch eine Ampelanlage gesichert ist, erfasste ein aus Richtung Bremervörde herannahender EVB-Zug den Geländewagen. Das Auto riss Teile der Signalanlagen mit und flog stark demoliert in die Böschung. Die Airbags lösten aus, der linke Vorderreifen war abgerissen und lag im Gleisbett. Offenbar hat die Frau die roten Warnleuchten übersehen. „Die Signalanlage hat funktioniert“, sagte Polizeisprecher Andre Janz. Die Beamten der Polizeistationen aus Fredenbeck und Harsefeld haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises entsandte ein Großaufgebot an Einsatzkräften nach Aspe. Die Feuerwehren aus Aspe, Kutenholz, Fredenbeck und Brest rückten aus. Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes eilten mit drei Rettungswagen zur Unfallstelle. Die Notfallsanitäter kümmerten sich – zusammen mit einem Notarzt der Elbe Kliniken – um die verletzte Autofahrerin. „Sie wurde zur weiteren Behandlung ins Stader Elbe Klinikum gebracht“, sagte der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, Wilfried Sprekels, dem TAGEBLATT vor Ort.

EVB-Strecke blieb über mehrere Stunden gesperrt

Die acht Fahrgäste, der Triebwagenführer und die Zugbegleiterin blieben ersten Angaben der Rettungskräfte zufolge unverletzt. Feuerwehrleute holten die Insassen mit einer Rettungsbühne, die sie auf einer Lore auf den Gleisen transportiert haben, aus dem Zug und brachten sie ins Asper Feuerwehrhaus. Unterstützt von ehrenamtlichen Einsatzkräften der Stader Rettungsdienst-Bereitschaft des Roten Kreuzes betreuten die Feuerwehrleute die Fahrgäste dort und fuhren sie später mit ihren Mannschaftstransportwagen zum Bahnhof in Harsefeld, berichtete Feuerwehrsprecher Lukas Klempahn. Den Mitarbeitern der EVB war es am Montagnachmittag nicht gelungen, einen Bus oder Taxen zu organisieren, um ihren Fahrgästen eine Weiterfahrt zu ermöglichen.

Der völlig demolierte Volvo-Geländewagen musste aufwendig geborgen werden. Die EVB-Strecke blieb über mehrere Stunden gesperrt.

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