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14.03.2019, 00:54
Tödlicher Verkehrsunfall in Stade: Auto kollidiert mit Baum
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STADE. Eine 41-jährige Autofahrerin ist nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bremervörder Straße in Stade am späten Mittwochabend ums Leben gekommen. Sie war mit einem Toyota Corolla gegen einen Baum geprallt.

(Letztes Update am 14. März um 8.42 Uhr: Die Fahrerin ist verstorben. Weitere Informationen hinzugefügt.)

Dabei ist die Frau aus Heinbockel offenbar aus dem völlig zertrümmerten Fahrzeug geschleudert worden. Zeugen fanden die Frau nicht ansprechbar neben dem Auto auf dem Asphalt. Sie setzten einen Notruf ab und kümmerten sich um die Schwerstverletzte. „Die Ersthelfer haben super reagiert“, sagte Notärztin Dr. Karen Sancken. Sie hätten mit der Herz-Druck-Massage begonnen und eine Verletzung am Bein abgebunden.

Derweil alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes, eine Notärztin vom Stader Elbe Klinikum und den Zug I der Stader Feuerwehr. Auch Ermittler der Stader Polizei machten sich auf dem Weg zur Unfallstelle. Die Einsatzkräfte übernahmen die medizinische Versorgung der Unfallfahrerin, die offenbar alleine in dem Toyota Corolla gesessen hatte. Die Frau kam im Rettungswagen ins benachbarte Stader Elbe Klinikum. Dort verstarb sie aller Bemühungen der Ärzte und Pflegekräfte zum Trotz in der Nacht zu Donnerstag.

Auto prallt gegen Baum – Fahrerin fliegt auf die Straße

Das Unglück ereignete sich ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr auf der Bremervörder Straße. Die Autofahrerin war mit ihrem Toyota aus Richtung Wiepenkathen kommend stadteinwärts unterwegs, als sie aus bislang ungeklärter Ursache kurz hinter der Abfahrt „Am Hohenwedel“ auf regennasser Fahrbahn in einer leichten Rechtskurve die Kontrolle über den Wagen geriet. Sie schleuderte nach links auf die Gegenfahrbahn, schoss über einen Bordstein in den Grünstreifen und kollidierte dort frontal mit einem Baum.

Durch die Wucht des Aufpralls flog der Toyota zurück auf die Straße, drehte sich mehrfach um die eigene Achse und kam im 90 Grad-Winkel gedreht auf der Gegenfahrbahn zum Stehen. Dabei muss die Frau aus dem Auto auf den Asphalt geschleudert worden sein. Glücklicherweise gab es zum Zeitpunkt des Unfalls keinen Gegenverkehr. Die Frau war mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, nach TAGEBLATT-Informationen war sie nicht angeschnallt. Auf der Bremervörder Straße gilt Tempo 50.

Trümmerteile liegen in großem Radius verstreut

Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Der Kleinwagen war vollständig demoliert, die Wucht des Aufpralls hatte ihn regelrecht zerrissen. Die Airbags hatten ausgelöst. Der linke Vorderreifen war abgerissen und lag noch am Baum. Das Dach hatte sich bereits teilweise von der Karosserie gelöst, der Motorblock war stark verformt. Achsen waren gebrochen, Stahlträger verbogen. Scherben und Wrackteile flogen Dutzende Meter weit auf den Gehweg und in Hofeinfahrten.

Die Feuerwehrleute vom Zug I leuchteten die Unfallstelle aus, streuten Ölbindemittel und halfen bei den Aufräumarbeiten. Zusammen mit den Polizisten sperrten sie die Bremervörder Straße zwischen den Abfahrten „Am Hohenwedel“ und „Zum Hohenwedel“ zwei Stunden lang für den Verkehr, der über den Bereich Hohenwedel ausweichen konnte. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Das Verkehrsaufkommen hielt sich in den späten Abendstunden in Grenzen.

Passanten laufen durch die abgesperrte Einsatzstelle

Immer wieder liefen jedoch Passanten durch die abgesperrte Einsatzstelle, die sich teilweise den Anweisungen der Feuerwehrleute widersetzten und den Unfallort nicht verlassen wollten. In einem Fall konnte erst ein massives Polizeiaufgebot die Situation beruhigen.
Ermittler der Tatortgruppe dokumentierten die Spuren des Unfalls. Das Auto ist in der Region Freiburg/Breisgau zugelassen. Gegen Mitternacht holte ein Abschleppdienst das Fahrzeugwrack ab. Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe rückten an und reinigten mit einer Spezialmaschine die Fahrbahn.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können oder den Toyota-Kleinwagen vor der Kollision gesehen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41/10 22 15 bei der Stader Polizei zu melden.

 

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