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Resolution

Linkspartei unterstützt Erziehende im Arbeitskampf

Kita-Beschäftigte aus aus Stade, Buxtehude, Fredenbeck, Apensen und Wischhafen, außerdem einige aus den Nachbarlandkreisen Cuxhaven und Rotenburg machten ihrem Unmut Ende März auf dem Platz Am Sande in Stade Luft. Foto: Richter

Kita-Beschäftigte aus aus Stade, Buxtehude, Fredenbeck, Apensen und Wischhafen, außerdem einige aus den Nachbarlandkreisen Cuxhaven und Rotenburg machten ihrem Unmut Ende März auf dem Platz Am Sande in Stade Luft. Foto: Richter

Mehr Anerkennung und mehr Geld für Erziehungskräfte. Dafür setzt sich die Linksfraktion im Rat der Hansestadt Buxtehude ein. Die beiden Ratsherren Klemens Kowalski und Benjamin Koch-Böhnke unterstützen die Forderungen der Beschäftigten.

Samstag, 09.04.2022, 15:00 Uhr

Mit einer Resolution soll beschlossen werden, dass einerseits Buxtehude mehr Anerkennung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst fordert und auch, dass der Dachverband der kommunalen Arbeitgeber (VKA) in der kommenden Tarifverhandlungsrunde auf die Forderungen der Gewerkschaft Verdi zugehen soll.

Hintergrund ist, dass sowohl die erste als auch die zweite Tarifrunde zwischen der VKA und Verdi ergebnislos endete und eine dritte Verhandlungsrunde nun für den 16. und 17. Mai anberaumt wurde. Bereits nach der gescheiterten ersten Tarifrunde hatten die Beschäftigten ihren Forderungen mit Warnstreiks am 8. März öffentlich Nachdruck verliehen. Nach der nun ergebnislosen zweiten Tarifrunde waren weitere Streiks angesetzt. Die Gewerkschaft Verdi fordert in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in den Kitas sowie der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den bestehenden Fachkräftemangel und mehr Gehalt.

Fairer Lohn und gute Arbeitsbedingungen

Die beiden Linken-Ratsherren Klemens Kowalski und Benjamin Koch-Böhnke unterstützen die Forderungen der Beschäftigten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen endlich einen fairen Lohn, gute Arbeitsbedingungen und familienfreundliche Arbeitszeiten“, so die beiden: „Außerdem bedarf es einer angemessenen Größe der zu betreuenden Gruppen sowie geeigneter Initiativen, um die derzeitigen Beschäftigten zu halten und gleichzeitig Interessierte zu begeistern, diesen Beruf zu erlernen.“ Bereits Ende letzten Jahres gab der Deutsche Städtetag bekannt, dass er in den kommenden Jahren mit etwa 230 000 fehlenden Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas rechnet. Koch-Böhnke: „Die Arbeit im Sozial- und Erziehungsbereich ist gesellschaftlich unverzichtbar und muss deshalb auch genau so wertgeschätzt werden“, so der Fraktionsvorsitzende. „Das sind wir sowohl den Beschäftigten als auch den Kindern schuldig.“

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