TPfingstmarkt in Neukloster soll wieder wie vor Corona gefeiert werden
Vor Corona bevölkerten zuletzt rund 100.000 Besucher den Pfingstmarkt an den Veranstaltungstagen.
Nach zwei Jahren Pandemie-Pause sollen allerorten die großen Feste wiederbelebt werden. In Neukloster erlebt der Pfingstmarkt sein Comeback. Einzig die neue Corona-Welle erschwert die Planungen.
Nach jetzigem Stand der vom 20. März beziehungsweise 2. April verbleibenden Corona-Maßnahmen können im Frühjahr wieder Feste und Feiern wie vor Corona-Zeiten standfinden. Das TAGEBLATT hat sich bei den Buxtehuder Vereinen und der Stadt umgehört, was sie in diesem Jahr planen.
Gute Nachricht nach zwei Jahren Abstinenz: Viele Open-Air-Veranstaltungen sollen wieder durchgeführt werden.
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Aber es gibt noch offene Fragen: Ab dem 20. März soll bundesweit eigentlich wieder Normalität herrschen. Doch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat angekündigt, dass das Land auch nach dem Ende der bundesweiten Maßnahmen an einzelnen Corona-Beschränkungen bis mindestens Anfang April festhalten will. Regelungen wie Maske tragen und Testpflichten würden auch nach dem 20. März in bestimmten Lebensbereichen aufrechterhalten.
Was genau betroffen ist, wird in dieser Woche erarbeitet. Bund und Länder treffen sich an diesem Mittwoch.
Pfingstmarkt: Antrag bei der Stadt Buxtehude ist gestellt
Für Buxtehude und für die ganze Region ist der Pfingstmarkt in Neukloster ein Höhepunkt des Jahres. Die Bundesstraße 73 wird ein Wochenende lang gesperrt und anstelle der Autos flaniert der Pfingstmarktbesucher auf den Straßen. An den drei Markttagen kamen bisher gut 100.000 Besucher nach Neukloster.
„Ja, wir wollen den Pfingstmarkt wieder veranstalten“, sagt Ralf Meyer, Vorsitzender des Heimatvereins. Der Antrag bei der Stadt Buxtehude für den 4. bis 6. Juni sei gestellt.
„Wir werden alles genehmigen, was durch die Verordnungslage gedeckt ist“, sagt Ralf Dessel, zuständiger Fachbereichsleiter in der Buxtehuder Stadtverwaltung. Das könne aber nur mit dem Vorbehalt passieren, dass auf Änderungen bei der Corona-Lage nachträglich reagiert werden müsse. Eigene Beschränkungen durch die Stadt soll es nicht geben.
Party-Programm: Schützenverein speckt freiwillig ab
Angesichts der gerade wieder steigenden Corona-Fallzahlen schauen alle Gesprächspartner besorgt auf die kommenden Wochen. „Aber wir müssen jetzt mit der Vorbereitung starten“, sagt Uwe Gährs, Präsident des Schützenvereins Altkloster. Zur Not müsse man dann das Schützenfest absagen, wenn die Corona-Lage eine Durchführung nicht zulassen würde. Altkloster feiert immer am ersten August-Wochenende.
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Der zweite große Buxtehuder Schützenverein, die Gilde, will ebenfalls feiern. „Aber wir wollen mit gebremstem Schaum feiern“, sagt Präsident Hans-Jürgen Lindner. Der Vorstand befürworte diese Lösung. Den Beschluss treffen aber die Mitglieder. Die Gilde will sich bei den für den Juli geplanten Feierlichkeiten auf Festhalle und Schießstand konzentrieren. Der Große Zapfenstreich in der Altstadt und die Proklamation vor dem Rathaus soll es nicht geben.
Der Buxtehuder Altstadtverein hat auch die Planungen für das Stadtfest und das Weinfest begonnen. „Wir wollen feiern, aber sehen die Entwicklung auch mit Sorge“, sagt der Vorsitzende Hans-Ulrich Wiegel. Er spüre bei vielen Menschen, dass sie nach zwei Jahren Pause wieder Lust auf das Feiern hätten.
Welche Kultur-Highlights in Buxtehude geplant sind
Das Steampunk-Festival hat der Altstadtverein dagegen abgesagt. Für ein solches Großevent im Frühjahr fehlt den Organisatoren die Planungssicherheit, zumal durch internationale Bands schon im Vorfeld hohe Kosten für die Interessenvertretung der Buxtehuder Kaufleute entstehen.
„Wir sind noch vorsichtig mit dem, was wir machen und konzentrieren uns bei der Planung für dieses Jahr auf die Schwerpunktveranstaltungen“, sagt Torsten Lange, Fachgruppenleiter Tourismus, Stadtmarketing und Kultur. Das Hanse-Ahoi-Fest Anfang Juli, die Ökomesse Vor-Ort-Fair-Ändern Ende August und das Wintermärchen zur Weihnachtszeit sollen in Buxtehude dieses Jahr über die Bühne gehen.
Von anderen Formaten wie „Buxtehude will’s wissen“ sieht die Fachgruppe für dieses Jahr ab. Eigentlich stünde nach 2020 wieder ein Märchenfestival auf dem Plan. „Das holen wir 2023 nach“, so Lange. Der Buxtehuder Bulle mit Entscheidung und großer Preisverleihung sowie weiteren Veranstaltungsformaten ist gesetzt. Einhergehen soll damit ebenfalls eine zweite Auflage des Buxtehuder Lesefestes vom Förderkreis der Stadtbibliothek am 9. Juli, das zum Bullenjubiläum 2021 Premiere feierte und auf Anhieb großen Erfolg verzeichnen konnte.
Darüber hinaus soll mit der neuen Spielzeit ab Herbst die HPS-Aula wieder voll bespielt werden.
Der Pfingstmarkt in Buxtehude-Neukloster. Foto Vasel