Ab sofort: Feiern ohne Maske in Discos und Clubs in der Region
In niedersächsischen Discos und Clubs darf ab Freitag wieder ohne Maske gefeiert werden. Foto: Pixabay
Am vergangenen Wochenende durften Diskotheken und Clubs in der Region wieder öffnen – allerdings mit Maskenpflicht. Diese Regelung kippte jetzt das Oberverwaltungsgericht. Ab sofort ist Feiern und Tanzen wieder ohne Maske erlaubt.
Die Maskenpflicht in Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars in Niedersachsen ist vom Oberverwaltungsgericht (OVG) vorläufig außer Vollzug gesetzt worden. Das teilte das Gericht am Freitag in Lüneburg mit. Die Betreiberin einer Diskothek in Osnabrück habe sich gegen diese Regelung gewandt. Das Gericht habe entschieden, dass die Regelungen keine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes seien und zudem nicht angemessen. Der Beschluss ist unanfechtbar.
Seit Freitag vergangener Woche dürfen Clubs und Diskotheken in Niedersachsen wieder öffnen. Bislang durfte die Maske nur am Sitzplatz abgenommen werden, beim Tanzen musste sie getragen werden. Aus diesem Grund blieben die meisten Discos in der Region geschlossen – lediglich das Ta-Töff in Bevern öffnete die Tanzflächen.
Diese Regeln gelten ab sofort
Die Zugangsregel ist in dem Beschluss nicht thematisiert - somit gilt im Innen- und Außenbereich dieser Betriebe weiterhin die 2G-plus-Regel. Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist, bekommt keinen Zugang. Wer noch keine dritte Impfung hatte, benötigt zusätzlich einen negativen Test. Jugendliche unter 18 Jahren sind laut Landesregierung von diesen Vorgaben im Gegensatz zu anderen Bereichen bei Clubs und Diskotheken nicht ausgenommen.
Reaktionen von Disco-Betreibern aus der Region
Die Veranstalter in der Region reagieren mit Erleichterung auf das Gerichtsurteil. „Ab sofort wieder ohne Maske“ und „endlich wieder feiern“ ist auf der Facebookseite des Ta-Töffs zu lesen. Auch bei der Diskothek Haase in Bremervörde herrscht Freude. Der Neustart wird am 20. März mit einer Zeltfete gefeiert. Am gleichen Tag startet auch das Stader Metropol mit dem Partybetrieb.
Hendrik Teetz, renommierter Diskobetreiber aus Buxtehude, hatte die niedersächsische Masken-Vorschriften in den vergangenen Wochen auch öffentlich massiv kritisiert und deshalb das "Grand Opening" der neuen Diskothek Studio 21 an der Lüneburger Schanze in Buxtehude auf Freitag, 1. April, verschoben. "Es hat keinen Sinn gemacht, dass in Niedersachsen andere Regeln gelten als in den anderen Bundesländern", so Teetz. Seinen Neustart will Teetz allerdings nicht vorziehen. "Wir haben jetzt alles für den 1. April vorbereitet", sagt er. Vom Musikladen Heinbokel gab es bis jetzt keinen Kommentar zur gefallenen Maskenpflicht.
Hamburger feiern schon seit einer Woche maskenfrei
In Hamburg darf schon seit dem vergangenen Wochenende ohne Maske getanzt werden: Viele Menschen haben das Wiedereröffnen der Clubs und Diskotheken gefeiert. „Die Sehnsucht nach Zerstreuung war auf jeden Fall spürbar“, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Clubkombinats, Thore Debor. Vor vielen Clubs hätten sich lange Schlangen gebildet. „Gerade an der Sternbrücke war es sehr voll.“ Von anderen Orten habe er aber auch Berichte gehört, dass es nicht ganz so voll gewesen sei. Auch in den Bundesländern Bremen und Schleswig-Holstein fiel die Maskenpflicht bereits am vergangenen Freitag.
Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass die niedersächsische Landesregierung diesen Beschluss zur Kenntnis nehme und dies zur Folge habe, dass die entsprechende Regelung in der Corona-Verordnung ab sofort nicht mehr angewandt werde. Mehrere Corona-Regeln der Landesregierung wurden vom OVG gekippt, etwa die 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel kurz vor Weihnachten oder im Februar die Obergrenze bei Veranstaltungen unter freiem Himmel. (dpa/fe)