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TAGEBLATT-Aktion

Hier gibt es heute die Glücksschweine zu kaufen

Hier gibt es heute die Glücksschweine zu kaufen

Wer am Silvestermorgen eines der 45.550 TAGEBLATT-Glücksschweine ergattern möchte, darf nicht zu spät kommen. Wo es in den Kommunen die Schweinchchen zu kaufen gibt, wie der Verkauf abläuft und wohin das Geld fließt – alle Infos zur beliebten Aktion.

Dienstag, 28.12.2021, 17:42 Uhr

In Buxtehude werden die Glücksschweine vielerorts ab 9 Uhr verkauft: Ratsfrauen und Ratsherren stehen bei Rewe im Westmoor, Kloster Dohren und in der Konrad-Adenauer-Allee, bei Marktkauf in der Bahnhofstraße, bei Pape (nah&frisch) am Torfweg sowie in der Fußgängerzone in der Altstadt. Bei Bäcker Dietz an der Harsefelder Straße in Hedendorf geht es schon um 6.30 Uhr los. Einen Verkauf gibt es auf dem Wochenmarkt in Altkloster ab 9 Uhr auf dem Schafmarktplatz.

In diesem Jahr werden zwei Buxtehuder Vereine mit dem Erlös des Glücksschweine-Verkaufs bedacht: der Stadtjugendring und der Verein „Miteinander-Füreinander“. Den Stadtjugendring gibt es bereits seit 1949. Er vertritt die Belange der in Buxtehude tätigen Jugendvereine, der dort ehrenamtlich Engagierten und der jugendlichen Mitglieder. 51 Vereine sind zurzeit Mitglied im Stadtjugendring. Der Stadtjugendring betreibt außerdem das „Kinderforum“ in der Sagekuhle und das Spielmobil „Balu“, das an vielen Orten in Buxtehude zum Einsatz kommt.

Der 2015 gegründete Verein „Miteinander-Füreinander“ versteht sich als eine Bürgergemeinschaft auf Gegenseitigkeit. Die Mitglieder helfen sich untereinander im Alltag. Eines der Ziele ist etwa, dass ältere Menschen möglichst lange im eigenen Zuhause wohnen bleiben können. Dafür bietet der Verein Unterstützung im Alltag, etwa Hilfe im Haushalt oder bei der Gartenarbeit, Einkaufsdienste oder Begleitung zu Arztterminen. Für solche Tätigkeiten bekommen die Helfenden eine Aufwandsentschädigung. Daneben gibt es Hilfen ohne Aufwandsentschädigung. Wenn ein Mitglied sich einfach etwas Gesellschaft wünscht, gibt es Besuche zu Hause, gemeinsam wird geklönt, gespielt oder es werden Spaziergänge unternommen.

9000 Schweine suchen in Stade neue Besitzer

An vier verschiedenen Verkaufsstellen sind am Freitagmorgen die hölzernen Glücksbringer mit dem Ein-Cent-Stück im Rücken in Stade im Stadtgebiet zu haben. Die Politiker aus dem Rat der Stadt und den Ortsräten haben insgesamt 9000 Stück zur Verfügung. Traditionell beginnt der Verkauf in den Ortschaften früh. Um 8 Uhr startet die Aktion in Hagen in der Bücherstube der Johannisscheune, 500 Glücksschweine stehen parat. In Bützfleth sind sie zur selben Zeit bei Neukauf und bei der Raisa zu erwerben. 1200 Stück warten hier auf die Abnehmer.

Ein Großteil der Stader Schweineherde wird ebenfalls von 8 Uhr an bei „Meyers Frischecenter“ (Marktkauf) in Hahle angeboten, hier haben sich die Ortsräte aus Wiepenkathen und Haddorf wieder zusammengetan, um 3500 Viecher für den guten Zweck an den Mann und an die Frau zu bringen. Gut 4000 rosa Glücksbringer werden ab 9 Uhr im Foyer des neuen Rathauses in der Stadtmitte feilgeboten. Bei gutem Wetter findet der Verkauf auf dem Platz vor dem Rathaus-Eingang statt.

Geld für Kinder nach tragischem Bahnunglück

Bürgermeister, Fraktionen und TAGEBLATT haben sich in diesem Jahr für zwei Verwendungszwecke entschieden. Zum einen soll die Einrichtung des „Mutter-Kind-Zentrums“ an der Kinderklinik des Stader Elbe Klinikums unterstützt werden. Neugeborene, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, werden dann nicht mehr von der Mutter getrennt. Sie soll mit dem Baby zusammen in der Klinik übernachten können. Das ist bisher nicht möglich. Die dafür notwendigen Umbaukosten müssen etwa zur Hälfte durch Spenden finanziert werden. Zum anderen soll den beiden Kindern aus Stade geholfen werden, deren Vater jüngst bei einem tragischen Bahnunglück in Neukloster ums Leben kam. Er hatte sich allein um den 9 Jahre alten Sohn und die 8 Jahre alte Tochter gekümmert. Sie werden derzeit von der Familie, insbesondere von einer Oma und einer Tante, betreut.

Die Idee zur finanziellen Unterstützung in diesem besonders tragischen Fall kommt von Eltern von Mitschülern der betroffenen Kinder, die in der Stader Montessori Schule gemeinsam unterrichtet werden. Die Schule unterstützt den Vorstoß ausdrücklich und hilft bei der Vermittlung der Spendengelder, damit sie da ankommen, wo sie dringend benötigt werden: bei den Kindern.

Harsefeld sammelt für ein großes Fest

In der Gemeinde Drochtersen ist der Erlös aus dem Verkauf der Glücksschweine für die Spielmannszüge in Assel, Dornbusch und Drochtersen sowie für die beiden Theatergruppen in der Gemeinde, die „Inseloners“ und die „Hüller Theaterspeeler“, bestimmt. Verkauft werden die Schweinchen am Silvestertag hier: in Drochtersen bei den Bäckereien Richter und Lünstedt ab 7 Uhr, bei Lidl/Rewe ab 8 Uhr, bei Aldi/Rewe ab 8 Uhr, in Dornbusch ab 7 Uhr bei Bäcker Hintelmann, in Assel beim neuen Kehdinger Lebensmittelmarkt (Ex-Edeka Nickel) ab 8 Uhr und bei Bäcker Lünstedt ab 7 Uhr, in Hüll bei Edeka Koppelmann ab 7.30 Uhr und in Ritsch bei Bäckerei Richter ab 7 Uhr.

In der Samtgemeinde Harsefeld werden 4700 Schweine in zwei Orten verkauft. In Harsefeld gehen die Verkäufer aus Politik und Verwaltung traditionell ab 9 Uhr mit den Eimerchen vom Rathaus aus in den Ortskern. Der Erlös ist diesmal für ein besonderes Kinderfest gedacht. Weil unter Corona besonders die Kinder gelitten haben, sollen sie im Sommer einmal wieder ein richtig großes Fest feiern dürfen. Das plant die Harsefelder Jugendkonferenz, der Zusammenschluss aller Vereine und Institutionen, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern. Schon einmal gab es ein solches Fest vor dem Rathaus. Die Wiederholung soll noch besser werden, auch mit Unterstützung der Glücksschweinchen.

In Ahlerstedt warten ab 9 Uhr die Schweinchen auf neue Besitzer. Die Verkäufer werden vor den Einkaufsläden im Ortskern zu finden sein. Mit dem Erlös sollen finanzschwache Familien unterstützt werden, die ein Gremium auswählt.

Horneburg: Neues Spielgerät am Burgmannshof geplant

In allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Horneburg werden die Glücksbringer von Rats-politikern verkauft, insgesamt sind es 3000 Schweinchen. Wer sich eins oder mehrere sichern will, sollte sich beeilen, denn erfahrungsgemäß sind sie früh ausverkauft. Der Erlös wird für die Installation eines neuen Spielgerätes am Burgmannshof in Horneburg genutzt. Im Flecken Horneburg gibt es drei Verkaufsstellen: Bei Bäcker Dietz werden die Schweinchen von 8 bis 9 Uhr verkauft, bei Rewe Huber und bei Edeka Drewes von 8 bis 10 Uhr. Bei Edeka Drewes in Dollern stehen die ehrenamtlichen Verkäufer mit den blauen Eimerchen ebenfalls von 8 bis 10 Uhr. Vor dem Friseursalon in Agathenburg wird von 8 bis 9 Uhr verkauft. Vor dem (noch nicht geöffneten) Kaufmannsladen in Bliedersdorf gibt es Glücksschweine von 8 bis 10 Uhr. Bei der Fleischerei Bartsch in Nottensdorf sind sie von 8 bis 10 Uhr erhältlich.

In der Samtgemeinde Lühe werden 2000 Glücksschweine verkauft. Wie in den Vorjahren soll der Erlös für bedürftige Kinder und Jugendliche eingesetzt werden, die sich die Teilnahme an der Konfirmandenfreizeit, an Schulausflügen oder im Sportverein nicht leisten könnten. Die Glücksschweine können ab 8 Uhr gekauft werden: in Hollern-Twielenfleth beim Penny-Markt und bei der Bäckerei Lün-stedt sowie in der Tankstelle Vollmers, in Grünendeich bei der Fleischerei Düwer, in Steinkirchen beim Rewe-Markt, in Mittelnkirchen für die „Obere Lühe“ im Bürgerhaus.

In Apensen geht das Geld an die Kinder- und Jugendarbeit

Die 3300 Schweinchen der Gemeinde Jork werden in aller Frühe unter die Leute gebracht: In Estebrügge wird ab 7 Uhr vor dem Este-Markt Atli verkauft, in Jork schwärmen die Verkäufer aus Politik und Verwaltung sowie aus den Schulen und den Vereinen ab 8 Uhr aus und sind vor dem Supermarkt Rewe in Osterjork sowie vor der Schlachterei Röhrs (Ortsmitte) und Bäckerei Schrader am Altländer Markt anzutreffen. Auch in der TAGEBLATT-Geschäftsstelle in der Drogerie Hubert (Bürgerei) gibt es die Glücksbringer. Der Erlös kommt wieder dem Kinder- und Jugendsozialfonds der Jugendkonferenz der Gemeinde Jork (Juko) zugute, der die Verteilung diskret und unbürokratisch in Abstimmung mit den Schulen übernimmt. Kindern aus weniger begüterten Familien soll die Teilnahme am kulturellen und sozialen Leben ermöglicht werden.

In der Samtgemeinde Apensen wollen die Verkäufer insgesamt 3200 Schweinchen unter die Leute bringen. In Apensen stehen die Verkäufer mit 1200 Schweinen ab 8 Uhr vor dem Rewe-Markt an der Beckdorfer Straße und vor Bäcker Dietz auf dem Roten Platz. Der Erlös der Apenser Schweinchen geht an die Jugendkonferenz Apensen, als Anschubfinanzierung für den Bikepark, den sich die Jugendlichen im Ort wünschen. In Sauensiek werden 1000 Schweine verkauft. Bürgermeister Rolf Suhr und seine Mitstreiter stehen ab 7 Uhr vor Edeka-Viets in Wiegersen, inSauensiek gehen die Ratsleute mit den Tierchen von Haus zu Haus. Den Erlös der Sauensieker Schweine bekommt der Verein Kornscheune für seine Kinder- und Jugendarbeit. In Beckdorf werden ebenfalls 1000 Schweinchen angeboten, hier stehen die Verkäufer ab 7 Uhr vor Edeka-Viets in der Goldbecker Straße. Der Erlös geht in diesem Jahr nach Nindorf, dort wird die Kinder- und Jugendarbeit auf dem Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus unterstützt.

Fredenbeck sammelt nach Flutkatastrophe für den THW

In der Samtgemeinde Fredenbeck werden die Kommunalpolitiker am Silvestermorgen ab 8 Uhr losgehen und vor den Geschäften – mit Abstand – auf Käufer warten. Der Erlös aus dem Verkauf von 3000 Schweinchen wird in diesem Jahr auf zwei Empfänger aufgeteilt. Zum einen soll der besondere Einsatz des THW-Teams bei der Flutkatastrophe im Ahrtal in diesem Jahr mit einer Spende gewürdigt werden. Die andere Hälfte soll an den Fredenbecker Pfadfinderstamm Likedeeler gehen, der im Jahr 2022 sein 25-jähriges Bestehen feiert.

In der Samtgemeinde Nordkehdingen geht der Erlös an das Bildungshaus in Wischhafen. Mit dem Geld sollen Bausteine des Lernsystems Lego Education angeschafft werden. Es ist ein intuitives, inklusives und individualisierbares handlungsorientiertes System, das alle Sinne anspricht und Kinder an das Programmieren heranführt. Geplant ist, dieses System auch an die anderen Grundschulen in der Samtgemeinde zu verleihen. Verkauft werden die 1500 Schweinchen ab dem frühen Morgen in Freiburg vor dem Edeka-Markt sowie bei Bäcker Holst, in Wischhafen vor der Bäckerei Lünstedt und dem Schlachter Krause und in Krummendeich vor dem Lebensmittelmarkt von Minden.

Schon um 6.30 Uhr gibt es die ersten Glücksschweine

Die 4100 Glücksbringer der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten werden an acht Standorten verkauft. Verkaufsbeginn ist jeweils um 8 Uhr – mit zwei Ausnahmen. In Burweg gibt es die Schweinchen beim Frischemarkt Tante Hilda, in Düdenbüttel bei Bäcker Richter. Engelschoff hat gleich zwei Verkaufsstellen: beim Danz- und Klönhus Engelschoff und bei der Gaststätte Platz 2 in Neuland. In Himmelpforten gibt es die Schweinchen vor dem Rewe-Markt, in Oldendorf beim Edeka-Markt Tiedemann. Schon um 6.30 Uhr beginnt der Verkauf in Hammah bei der Bäcker-Richter-Filiale. In Großenwörden startet der Verkauf dagegen erst um 9 Uhr bei der Tankstelle von Holten.

Von dem Erlös sollen vor allem Kinder und Jugendliche profitieren. Diese haben unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie oft am stärksten gelitten. Zum einen wird gerade eine Pfadfindergruppe in Himmelpforten gegründet, die einen Zuschuss für die Anschaffung eines Zeltes erhält. Unterstützt werden sollen auch die Grundschulen, mit jeweils 500 Euro. Mit dem Geld sollen sie besondere Angebote für Kinder machen können, die durch die Corona-Pandemie besondere Unterstützung brauchen. Das gilt auch für die offene Jugendarbeit, die aus diesem Grund ebenfalls einen Teil des Erlöses erhält.

Corona: Das sind die Regeln für den Verkauf 

In diesem Jahr findet der traditionelle Verkauf der TAGEBLATT-Glücksschweine unter den Bedingungen der Pandemie statt. Das TAGEBLATT hat sich von Landrat Kai Seefried das Einverständnis eingeholt, dass wir die Glücksschweine wie bis 2019 üblich im Straßenverkauf unter die Menschen bringen dürfen. Beide Seiten haben sich auf einige Regeln verständigt, die das Risiko einer Ansteckung für die Verkaufenden und die Kunden reduzieren sollen. Für die Ratsfrauen und -herren und alle anderen am Verkauf Beteiligten gilt wie bei der Ratsarbeit in allen Kommunen die 3G-Regel – geimpft, genesen oder getestet. Dazu sollen alle Verkaufenden Maske und Handschuhe tragen. Alle Kaufenden sollten die Abstandsregeln einhalten und eine Maske tragen, wenn es zu Warteschlangen kommen sollte. Außerdem wird es in diesem Jahr kein Wechselgeld geben. Daher die Bitte, das Geld für die Glücksschweine passend mitzubringen oder das Wechselgeld zu spenden, ein Glücksschwein kostet 1 Euro. Auch das reduziert die Kontakte und die Verkaufsdauer deutlich.

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