180 Quadratmeter großes Grafitti belebt Stades Bahnhofsumfeld
Das Grafitti ist etwa 60 Meter lang. Foto: Cordes.
Hier hängen nicht nur die Turnschuhe der Skater unter der Brücke, seit Kurzem ziert auch ein großformatiges Kunstwerk die eher öde Fläche unter der Hansebrücke nahe des Bahnhofs. Ob das Grafitti lange zu bewundern ist, bleibt ungewiss.
Unwirtlich wirkt die Szenerie am Burggraben vis-à-vis des Skaterplatzes am Bürgerpark. Die Turnschuhe, die junge Leute so werfen, dass sie unterhalb der Brücke hängenbleiben, sind der eine Hingucker mit Überraschungseffekt. Den anderen hat das Trio mit Nico Ende, Rachel-Sarah Sircar und Leo Cordes mit der Spraydose geschaffen.
Regelmäßig treffen sich zum Ende des Jahres die Graffiti-Künstler, um die „legal wall“, also die legal zu besprühende Wand, neu zu verzieren. Diesmal sogar mit Konzept.
Das hatte Rachel-Sarah Sircar am Computer entworfen und vorgezeichnet. Drei Tage lang wirkten die drei bei minus drei Grad an der Wand und besprühten die etwa 180 Quadratmeter aus einem Guss. 120 Dosen Farbe sind dabei benutzt worden, so Leo Cordes, der schon an vielen anderen Projekten dieser Art in und um Stade beteiligt war. Das Trio setzte auf winterliche und weihnachtliche Motive. Wie lange die halten, ist ungewiss. Die Wand kann jederzeit wieder von anderen Sprayern benutzt werden. Unterstützt wurden die Künstler von der Kulturabteilung der Stadt Stade. Dessen Leiter Dr. Andreas Schäfer war vom Projekt schnell überzeugt und finanzierte die Farbe: „Eine schöne Idee.“
Nutzten die legale Sprayer-Wand für ein großformatiges Kunstwerk (von links): Nico Ende, Rachel-Sarah Sircar und Leo Cordes.