Richtig sitzen: In sechs Schritten zum ergonomischen Arbeitsplatz

LANDKREIS. Eine falsche Körperhaltung am Schreibtisch kann zu Verspannungen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich führen. Mit der richtigen Einstellung von Bürostuhl, Schreibtisch und Computer erreicht man eine gesunde Sitzposition, die eine ergonomische Körperhaltung fördert. 

Andreas Glaser ist geprüfter Arbeitsplatzexperte und Ergonomie-Coach und für die ergonomische Arbeitsplatzeinrichtung beim Büromöbelausstatter Prüfer und Herting in Otterndorf verantwortlich. Er gibt Tipps, wie man seinen Arbeitsplatz ergonomisch richtig gestaltet:

1. Bürostuhl: Den Bürostuhl in der Höhe so einstellen, dass beide Fußsohlen den Boden berühren und Ober- und Unterschenkel einen Winkel von 90 bis 100 Grad bilden. Zwischen der Vorderkante des Sitzkissens und dem Unterschenkel sollte eine Handbreit Platz sein. Darauf achten, dass der Bürostuhl mindestens mit einer Synchronmechanik ausgestattet und dadurch beweglich ist.

2. Armlehne: Die Armlehne so ausrichten, dass bei aufrechter Sitzposition der Ellenbogen auf der Armlehne aufliegend einen Winkel von 90 Grad bildet.

3. Schreibtisch: Der optimale Schreibtisch sollte höhenverstellbar sein und sich bestenfalls zum Sitz-Stehtisch umfunktionieren lassen. Die Tischhöhe im Sitzen ergibt sich aus der Stuhlhöhe: Armlehnen und Schreibtischplatte bilden eine Linie.

4. Tastatur und Maus: Tastatur und Maus bilden ebenfalls eine Linie mit dem Ellenbogen. Eine Vertikalmouse entlastet die Hand und schont Sehnen und Gelenke.

5. Monitor: Die oberste Zeile auf dem Bildschirm sollte nicht über Augenhöhe liegen. Durch eine leicht nach vorn gekippte Kopfhaltung wird der Nacken entlastet. Der Abstand zum Monitor sollte je nach Bildschirmgröße 60 bis 100 Zentimeter betragen.

6. Sitzposition: Für eine aufrechte Sitzposition das Becken leicht nach vorne kippen. Darauf achten, dass Knie und Ellenbogen jeweils einen rechten Winkel bilden und der Rücken an der Rückenlehne anliegt. Die Synchronmechanik der Rückenlehne nutzen, das sorgt für eine dynamische Sitzposition und fördert eine entspannte und aufrechte Haltung.

Was kann man außerdem für eine gesunde Haltung am Arbeitsplatz tun?

Andreas Glaser empfiehlt: „Zwischendurch aufstehen und sich bewegen. Das sorgt dafür, dass sich die Muskeln entspannen. Auch ein Wechsel von einer Sitzposition zu einer Stehposition am Arbeitsplatz kann hilfreich sein –  insbesondere für Arbeitnehmer mit Bandscheibenproblemen. „Vom Tragen einer Gleitsichtbrille am Arbeitsplatz ist abzuraten. Dadurch nimmt der Kopf eine unnatürliche Haltung ein, die den Nacken stark belastet und zu Verspannungen führen kann.“

Kontakt zum Experten aufnehmen:

Prüfer und Herting GmbH & Co. KG
Andreas Glaser
Raiffeisenstraße 22
21762 Otterndorf

Tel.: 0 47 51/91 45 42
E-Mail: andreas.glaser(at)pruefer-herting.de
Web: www.pruefer-herting.de

 
 

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