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Knappe Niederlage

THandball-Krimi in Horneburg: A-Jugend in der Bundesliga voll im Geschäft

Die Horneburger geben sich kämpferisch gegen einen abgeklärteren und reiferen HSV. Foto: Lobeca/Felix Schlikis

Die Horneburger geben sich kämpferisch gegen einen abgeklärteren und reiferen HSV. Foto: Lobeca/Felix Schlikis

Die A-Jugend-Bundesliga-Handballer des VfL Horneburg haben sich alle Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals um die Deutsche Meisterschaft bewahrt. Nach der knappen 25:26-Heimniederlage gegen den HSV Hamburg ist noch alles möglich. In einer Woche beim Rückspiel geht es fast bei null los.

Von Daniel Berlin Samstag, 19.03.2022, 21:29 Uhr

Die Anfangsphase gehört vor ausverkaufter Halle den Hamburgern. 2:0 führte das Team nach drei Minuten vor 450 Zuschauern. Mit einem Drei-Tore-Lauf verzückt der VfL seine Fans. Luca Weiß, Jonas Gerkens und Ole Hagedorn trafen.

Der HSV macht richtig Tempo. Die Horneburger Abwehr hat mit den schnellen Antritten ihre Mühe. Bereits nach zehn Minuten kassieren Jonas Gerkens und Niklas Kortstegge Zeitstrafen und dezimieren ihr Team. 

Bis zur 20. Minute spielen beide Mannschaften auf Augenhöhe. Dann nutzt der HSV Hamburg zunehmend die Fehler der Gastgeber aus. Der VfL fabriziert technische Fehler, Stürmerfouls und leistet sich schwache Würfe, die für den gut aufgelegten Hamburger Torwart Finn Luca Gründel kaum ein Problem sind. Aus dem 8:8 macht der HSV ein 8:12. Zur Halbzeit liegt der VfL Horneburg mit 10:14 zurück.

Horneburg wird nicht in der Jugend-Bundesliga starten

Der HSV Hamburg hatte die Hauptrunde nach 14 Spielen gegen Teams aus dem Norden und dem Osten Deutschlands als Tabellensechster beendet. Horneburg war in seiner Staffel Zweiter hinter dem THW Kiel. Der Gewinner nach Hin- und Rückspiel qualifiziert sich für das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft und erobert sich automatisch einen Platz in der Jugend-Bundesliga in der kommenden Saison.

Der Verlierer steigt in den DHB-Pokal-Wettbewerb ein. Horneburg wird in der kommenden Saison in keinem Fall in der Jugend-Bundesliga starten. Die meisten Spieler sind dann aus dem A-Jugend-Alter raus und dem nächsten Jahrgang würde die Qualität fehlen.

Nach Wiederanpfiff hält der HSV den VfL auf Distanz. Ole Hagedorn und Jonas Gerkens fehlt aus dem Rückraum das Wurfglück. Niklas Aukschlat scheitert von der Rechtsaußenposition. Bis zum 13:18 in der 36. Minute entschärft Finn Luca Gründel im HSV-Tor fünf Würfe.

Alle Chancen im Rückspiel am 27. März

Engagiert tritt der VfL auf. Vor allem der wendige Luca Weiß im Angriff. Aber der HSV agiert abgeklärter, reifer, cleverer. Und hat an diesem Tag den besseren Torwart. 15:19 steht es aus Horneburger Sicht in der 42. Minute.

Aber die Gastgeber geben sich vor der immer lauter werdenden Kulisse nicht geschlagen. Mit fünf Treffern in Folge bringen Jonas Gerkens, Ole Hagedorn und Boye Witschel den VfL auf 21:22 in der 53. Minute heran. Jetzt bebt die Halle. Die aggressive Abwehrarbeit ist der Schlüssel für die Leistungssteigerung.

Drei Minuten später sind es wieder drei Tore Rückstand für den VfL. Der HSV nutzt eine Überzahl, ringt Horneburg aber nicht nieder. Die Mannschaft von Trainer Stefan Hagedorn schlägt noch ein mal zurück. Die Tore von Niklas Aukschlat, Ole Hagedorn und Luca Weiß zum 25:26-Endstand bescheren dem VfL noch alle Chancen im Rückspiel am 27. März um 14 Uhr in Hamburg.

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