Verdi kündigt Warnstreiks in Hamburg an
Mitglieder der Gewerkschaft Verdi treffen sich zu einem Warnstreik. Verdi hat nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder am Dienstag auch in Hamburg für die kommenden Wochen zahlreiche Warnstreiks angekündigt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes der Länder kündigt die Gewerkschaft Verdi weitere Warnstreiks in dieser Woche an. Es soll von Montag bis Donnerstag in verschiedenen Hamburger Bezirken Arbeitsniederlegungen geben, heißt es in einer Verdi-Mitteilung.
Entsprechende Aufrufe seien unter anderem an Beschäftigte der Bezirksämter, der Sozialbehörde sowie der Landesbetriebe Erziehung und Beratung, Gebäudereinigung sowie Straßen-Brücken-Gewässer gegangen. Verdi rechnet mit einer Beteiligung von jeweils 400 bis 500 Mitarbeitern pro Tag.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), vertreten durch den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), wies die Forderungen nach der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag erneut als unrealistisch zurück: „Wir sind in der Tat weit auseinander.“