Autoaufbrüche in Stade und Buxtehude: Täter schlagen immer häufiger zu
Die Vorgehensweise ist immer gleich: Eine Seitenscheibe wird eingeschlagen. (SYMBOLBILD) Foto: Unsplash
23 Taten, das ist die Bilanz in den Hansestädten nach nur einem Wochenende. Wo es dieses Mal ein böses Erwachen für Anwohner gab.
Buxtehude/Stade. Ende September titelte das TAGEBLATT noch, dass „kein Autobesitzer mehr sicher sein könne“. Eine bittere Prophezeiung, die sich in Stade und Buxtehude am vergangenen Wochenende erfüllte. Die Serie an Autoaufbrüchen hält unvermindert an. Die Polizei setzt auf die Hilfe aus der Bevölkerung.
Tatort Stade: Sind Autobesitzer schon vorsichtiger geworden?
So ist es in Stade von Donnerstagabend bis Freitagmittag zu zwei weiteren Autoaufbrüchen gekommen. Das Muster der Taten gleicht sich dabei: In der Schützenstraße und Am Hohen Felde wurde an einem Auto eine Scheibe eingeschlagen und daraus eine Bluetooth-Box entwendet.
Zu vier weiteren Taten ist es laut Polizeibilanz von Samstagabend bis Sonntagmittag gekommen. Dabei wurde in der Schiffertorsstraße, Eisenbahnstraße, Glückstädter Straße und Parkstraße jeweils ein Auto aufgebrochen. „Aus diesen vier Fahrzeugen gab es jedoch für die Täter nichts Brauchbares zu holen“, sagt Stades Polizeisprecher Daniel Kraus. Möglicherweise zeigen die Warnungen der vergangenen Tage Wirkung, sodass keine Wertgegenstände mehr in den Autos gelassen werden.
Tatort Buxtehude: Handtasche und Laptop weg
Auch in Buxtehude haben die Diebe am Wochenende mehrere Autos aufgebrochen. Von Freitagabend bis Sonntagmittag wurden insgesamt 17 Autos im Stadtgebiet von Buxtehude aufgebrochen. Die Bilanz? Lediglich aus zwei Fahrzeugen konnte eine Handtasche und ein Laptop erbeutet werden.
Die jüngste Serie von Autoaufbrüchen:
- In der vergangenen Woche wurden mehrere Autos in der Stader Innenstadt aufgebrochen. Zwei Wagen waren leichtsinnigerweise nicht abgeschlossen. Da hatten die Diebe leichtes Spiel.
- Am Wochenende zuvor (9./10. Oktober) schlugen die Diebe in Stade im Kehdingertorswall, der Klaus-Grothe-Straße und der Neubourgstraße zu. Noch immer ließen viele Fahrer ihr Portemonnaie im Auto zurück. In Buxtehude wurden zudem sieben Autoaufbrüche (Melkerstieg, Harburger Straße, Theodor-Heuss-Straße) angezeigt.
- Anfang Oktober hatten sich die Taten in Stade-Riensförde fortgesetzt.
- Ende September nahm die jüngste Serie Fahrt auf. Auffällig bei den damals dokumentierten Taten rund um die Stader City: Autos wurden zusätzlich beschädigt oder mit Farbe besprüht.
Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten. Zeugenhinweise in Stade gehen an die Polizei unter Telefon 04141/1020, in Buxtehude ist die Polizei unter 04161/6470 zu erreichen.
Täter aus dem Drogenmilieu?
Die Fallzahlen der Autoaufbrüche sind zuletzt im Landkreis wieder gestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hat es laut Kriminalitätsstatistik 587 Taten gegeben, im vergangenen Jahr 2025 waren es 400 - ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2024.
Immerhin: Die Aufklärungsquote der Diebstähle lag im Landkreis zuletzt auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Knapp jeder vierte Aufbruch kann aufgeklärt werden. Über mögliche Täterprofile weiß die Polizei im Allgemeinen: Wer ein Auto aufbricht, will sein Diebesgut schnell zu Geld machen, um sich Drogen zu kaufen. Zumeist handele es sich um Männer.
Den Polizeibehörden bleibt meist nicht mehr als Aufklärungsarbeit und Appelle. Zum Beispiel, keine Wertgegenstände im Auto zu belassen. (pm/tip)
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