Autos in elf Stader Straßen beschädigt und beschmiert
Bei den Autoaufbrüchen in Stade sind wie auf diesem Archivbild jeweils Seitenscheiben eingeschlagen worden. Foto: Kira_Yan Photography
In der Stader City kann derzeit offenbar kein Autobesitzer sicher sein: Denn neben Pkw-Aufbrüchen verursachten Unbekannte jetzt auch teure Schäden - einfach so.
Stade. Das kann doch nicht unbeobachtet geblieben sein? Wie die Polizei Stade am Mittwoch mitteilt, sind in der Stader City mehrere Autos aufgebrochen worden. Die Taten müssen in der Zeit zwischen Montag, 13 Uhr, und Dienstag, 7 Uhr am Morgen, geschehen sein. Das hat die Polizei mit den betroffenen Autobesitzern rekonstruiert.
Demnach ist bei abgestellten Wagen im Sanders Weg, in der Parkstraße und in der Hospitalstraße jeweils eine Seitenscheibe eingeschlagen worden. Anschließend seien die Fahrzeuge abgesucht worden. „Was neben Papieren, Ausweisen, einer geringen Menge Bargeld und Bankkarten noch entwendet wurde, steht zur Zeit noch nicht fest“, bilanziert Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach.
Pkw in Stade mit Farbe beschmiert
Doch damit nicht genug: In der Nacht zum Dienstag sind weitere Autos in der Hansestadt beschädigt worden. Möglicherweise seien mehrere Täter dafür verantwortlich, so die Polizei. Laut Mitteilung wurde in der Steiermarkstraße ein Golf mit blauer Farbe beschmiert, in der Schiffertorstraße und in der Eisenbahnstraße haben die Unbekannten mit gelber und oranger Farbe zudem zwei Autos besprüht und in der Neubourgstraße wurde die Motorhaube eines Fahrzeuges eingedellt.
Offenbar wurde auch zum Messer oder Ähnlichem gegriffen, denn: In der Feldstraße, im Mühlenweg, im Allensteiner Weg und in der Thuner Straße in Stade sind bei weiteren geparkten Autos die Reifen zerstochen worden.
Polizei noch nicht sicher: Gibt es einen Zusammenhang?
Polizeisprecher Bohmbach erklärt: Ob die Taten allesamt zusammenhängen oder von verschieden Tätern verübt worden sind, stehe zur Zeit noch nicht fest. Der Ermittlungen laufen.
In jedem Fall könne bereits jetzt mit einem Schaden von Tausenden Euro gerechnet werden. Zeugenhinweise nimmt die Polizeiinspektion Stade unter 04141/102215 entgegen.
Immer wieder Autoaufbrüche in Stader City
Autobesitzer im Stader Stadtkern leben offenbar gefährlich. Erst Anfang August zog ein Autoknacker durch die Stadt und schlug bei fünf Wagen zu. Auffällig: Alle Tatorte befanden sich in der Nähe von Bahngleisen.
Auch im Juli waren Autos geknackt worden. Ende Juni war ein mutmaßlicher Autoaufbrecher in Stade auf frischer Tat erwischt worden. Er war nur wenige Minuten, nachdem Anwohner aufgrund eines lauten Knalls die Polizei alarmiert hatten, in der Nähe des Tatorts entdeckt worden. Der Mann sei außer Atem gewesen und habe einen Schraubendreher bei sich gehabt, teilte die Polizei damals mit. Der Mann war zudem in der Vergangenheit durch ähnlich gelagerte Aufbrüche und Diebstähle in Erscheinung getreten.
Auto aufgebrochen: Was die Polizei rät
Ist die Scheibe eines Autos einmal eingeschlagen oder das Fahrzeug aufgebrochen worden, sollten Betroffene möglichst nichts anfassen. „Sofort die Polizei über den Notruf 110 rufen und die Finger weg vom Fahrzeug lassen“, lautet der Rat der Polizei. Auch wenn man wissen möchte, was fehlt, sollte man nicht erst selbst im Auto herumwühlen. Dadurch können mögliche Spuren erhalten bleiben.
Wertsachen - auch Schlüssel und Ausweisdokumente - gehören nicht in ein über Nacht abgestelltes Auto. Polizei-Tipp: Eine einfache Möglichkeit kann zudem sein, dem Täter zu zeigen, dass sich ein Einbruch nicht lohnt. „Einfach das Handschuhfach offen lassen.“ Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sich auch keine Wertsachen in dem Fach befinden. Auch die Kofferraumabdeckung könne geöffnet bleiben, um zu zeigen, dass sich darin tatsächlich nichts Wertvolles befindet. (pm/tip)
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