Autodiebstahl in Buxtehude: Gleich zwei Mal dasselbe Modell
Die Autodiebe scheuen sich nicht, auch mitten in Wohngebieten oder auf Privatgrundstücken zuzuschlagen. (Symbolbild) Foto: Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa
Sie kommen in der Nacht und schlagen im Wohngebiet zu: Derzeit sind offenbar wieder vermehrt Autodiebe aktiv - nicht nur in Buxtehude.
Buxtehude. Autodiebe haben in der Nacht zum Dienstag gleich zwei Autos in Buxtehude gestohlen. Wie die Polizei mitteilt, ist in der Berliner Straße ein geparkter grauer Toyota Yaris Cross Hybrid im Wert von rund 32.000 Euro aufgebrochen und entwendet worden. Der Kompakt-SUV mit dem Kennzeichen STD-BN 108 habe einen auffälligen Aufkleber am Heck - „Oma in Action“ steht auf dem Aufkleber, berichtet die Polizei.
Im Torfweg haben laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach vermutlich dieselben Diebe noch einmal dasselbe Modell, auch in Grau, gestohlen. Der Toyota Yaris mit dem Bremer Kennzeichen HB-SK 529 sei ebenfalls „geknackt“ worden. Hier schätzt die Polizei den Schaden auf rund 24.000 Euro.
Die Diebstähle wirken wie bei vergangenen Taten bereits wie auf Bestellung. Hinweise auf den oder die Täter und den Verbleib der beiden Toyotas nimmt das Polizeikommissariat Buxtehude unter 04161/647115 entgegen.
Autodiebe auch in Himmelpforten und Harsefeld aktiv
Erst am Vortag war in Neu Wulmstorf vor einem Reihenhaus ein weißer BMW X5 XDrive gestohlen worden - ebenfalls im Schutz der Dunkelheit. Der Wert des Wagens: laut Polizei rund 50.000 Euro.
Das kann aber noch getoppt werden: In Himmelpforten ist erst in der vergangenen Woche ein Audi Q7 55 TFSI e gestohlen worden. Der SUV soll etwa 80.000 Euro wert gewesen sein. Zudem war in der Feldstraße in Harsefeld ein schwarzer Kia-Sorento gestohlen und ein Schaden von 35.000 Euro verursacht worden.
Autos gestohlen: Fast eine Million Euro Schaden im Kreis Stade
Die Autodiebstähle nehmen damit jüngst wieder zu. Für das vergangene Jahr 2025 wurden in der Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Stade 64 gestohlene Autos gezählt. Das ist eine Verdopplung gegenüber den Fallzahlen des Vorjahres 2024 und der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre.
Die Gesamtschadenssumme belief sich für den Landkreis Stade laut Statistik auf 960.457 Euro. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigt: Besonders im Fokus der Diebe seien hochwertige SUV und Modelle der oberen Mittelklasse und der Oberklasse. Wer kann, sollte hochwertige Autos nicht am Straßenrand oder in ungesicherten Carports abstellen.
Findige Tricks bei der Funkfernbedienung und Keyless-Go
Wer das Auto mit Funkfernbedienung nutzt, sollte stets darauf achten, dass die typische Bestätigung erfolgt, etwa ein optisches Signal mit den Blinkern. Denn mit Funkblockern können Signale der Fernbedienung gestört werden, so dass die Türen nicht abgeschlossen werden.
Und der elektronische Arm der Diebe kann sogar bis in die eigenen vier Wände reichen. Bei Keyless-Go-Systemen erkennt der Schlüssel bereits aus gewisser Distanz, dass sich der Fahrer in der Nähe des Autos befindet und schließt automatisch auf, kann sogar das Wegfahren per Startknopf im Auto ermöglichen.
Autodiebe können mit der Technik ausgerüstete Autos leichter stehlen als solche mit normalem Funkschlüssel, erläutert der ADAC auf seiner Webseite. So müssten sich diese nur mit einem kleinen Gerät in der Nähe des Autoschlüssels aufhalten - auch wenn sich dieser nicht in unmittelbarer Nähe zum Auto befindet – und mit einem zweiten Gerät an der Autotür.
Vereinfacht gesagt verlängern sie so die Reichweiten der Signale um Hunderte von Metern – das Auto lässt sich blitzschnell öffnen und starten. Das hat der ADAC bei mittlerweile über 750 Autos getestet - fast alle gingen problemlos auf und konnten weggefahren werden - nur zehn Prozent waren dagegen immun. Der Club hält dazu eine Datenbank zum Download bereit. (tip/dpa)
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