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Transporterfahrer geht im Alten Land auf Rennradfahrer los – Ein Verletzter

Die beiden Rennradfahrer aus Hamburg waren vom Lühe-Anleger kommend in Richtung Jork unterwegs (Illustration).

Die beiden Rennradfahrer aus Hamburg waren vom Lühe-Anleger kommend in Richtung Jork unterwegs (Illustration). Foto: Robert Michael/dpa

Vor dem Fährhaus Kirschenland wird es turbulent: Ein Mann steigt aus seinem Transporter und lauert zwei Fahrradfahrern auf. Es bleibt nicht bei einer Drohgebärde.

Von Redaktion Montag, 13.04.2026, 17:55 Uhr

Jork. Das sonnige Frühlingswetter mit zahlreichen Ausflüglern präsentierte am vergangenen Wochenende im Landkreis Stade auch seine Schattenseiten. Wie die Polizei am Montag berichtet, hat ein Transporterfahrer am Samstagvormittag zwei Radfahrer an der Kreisstraße 39 in Jork attackiert.

Der aggressive Mann sei schließlich geflüchtet. Nun sucht die Polizei nach ihm sowie nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

Hat der Transporterfahrer zu dicht überholt?

Doch was war passiert? Laut Polizei waren die beiden Rennradfahrer aus Hamburg gegen 11.35 Uhr vom Lühe-Anleger kommend in Richtung Jork unterwegs. Die beiden Männer, 35 und 37 Jahre alt, fuhren auf der Straße.

„Hier wurden sie dann von einem bisher unbekannten Fahrer eines blauen Transporters mit geringem Seitenabstand überholt“, berichtet Rainer Bohmbach, Stades Polizeisprecher.

Eine Geste reicht, dann wird’s gefährlich

Wie Bohmbach weiter sagt, habe der 37-jährige Radfahrer den Transporterfahrer mit Gesten und Worten zu mehr Aufmerksamkeit aufgefordert.

Für den Transporterfahrer offenbar zu viel des Guten: Zunächst soll er die beiden Radfahrer ausgebremst haben, so dass diese links an einem weiteren Fahrzeug vorbeifahren mussten, um nicht mit dem Transporter zusammenzustoßen.

„Der Fahrer hatte dann noch die Tür aufgerissen, beide waren aber unfallfrei daran vorbeigekommen und anschließend auf dem Radweg weitergefahren“, sagt Bohmbach.

Mann springt auf K39 und stößt 37-Jährigen vom Rad

Doch von Deeskalation keine Spur: Beim Fährhaus Kirschenland hielt der Transporterfahrer dann auf dem Parkplatz an, stieg aus und stellte sich laut Bohmbach mitten auf den Radweg.

Um dem Mann auszuweichen, musste der 37-Jährige dann erneut auf die Fahrbahn wechseln. Doch der Unbekannte sei auf die Straße gesprungen und habe den Radfahrer frontal angegriffen und vom Rad gestoßen.

Der 37-Jährige stürzte und verletzte sich dabei. Auch „sein hochwertiges Rennrad“ wurde beschädigt, so Bohmbach weiter. Zur Schwere der Verletzungen konnte er keine weiteren Angaben machen.

Der Transporterfahrer ließ aber immer noch nicht ab. Er soll dann noch mit erhobener Faust auf den zweiten Radfahrer zugegangen sein und diesen ebenfalls nach hinten geschubst haben.

Aggressiver Transporterfahrer mit auffälliger Statur

Mehrere andere Autofahrer hätten inzwischen anhalten müssen und seien Zeugen der Attacke geworden. Bohmbach mutmaßt, dass die Zeugen den Transporterfahrer zur Flucht bewegt haben könnten.

Gegen den Mann wird nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Er wird von der Polizei wie folgt beschrieben:

  • sehr groß, an die 2 Meter
  • sehr korpulent
  • Alter etwa Mitte 30
  • dunkle längere Haare (nackenlang)
  • abgebrochener Zahn vorne
  • etwas Drei-Tage-Bart
  • dunkles Shirt
  • sprach Deutsch

Die Beifahrerin in dem Transporter trug ein auffälliges pinkfarbenes T-Shirt.

Die Polizei sucht nun wichtige Zeugen, etwa die Autofahrer, die vor dem Kirschland angehalten haben oder weitere Personen, die Hinweise zu dem Transporterfahrer geben können.

Diese werden gebeten, sich unter 0 41 62/91 38 30 bei der Polizeistation in Jork zu melden. (pm/tip)

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C
Carl-Heinz Thor Straten Wolf
14.04.202608:28 Uhr

Also ehrlich, ich würde mich als Zeuge sehr wahrscheinlich nicht melden. Da fast alle Autofahrer zumindest in irgendeiner Form schon mal mit " Rennradfahrern " in Konfrontation geraten sind würde es mich halt nicht wundern wenn sich keine Zeugen melden.

J
Jan Oltmann
13.04.202621:13 Uhr

Ich stimme Frau Berdien zu, es ist ein Klassiker, dass sich (Renn-)Radfahrer zwischen Strasse und Radweg den schnellsten Weg aussuchen, je nach der aktuellen Ampelschaltung. Ein weiterer Klassiker ist das verkehrswidrige Verhalten von Radfahrern im Kreisverkehr. Gerne wird rechtsherum gefahren oder die Beschilderung, die für die Radwege gelten, missachtet. Deswegen muss man niemanden körperlich angehen, Frust entsteht natürlich bei den anderen Verkehrsteilnehmern.

I
Ilse Berdien
13.04.202619:37 Uhr

Ich kann den Transporterfahrer verstehen . Rennradfahrer auf der Straße ist eine Zumutung . Wenn diese an der Kreuzung kommen und auf dem Radwegüberquerrung geht es schneller ,so wird schnell die Fahrbahn gewechselt . Hinter Kreuzung geht es wieder auf die Straße und der Irrsinn geht weiter.
So ist es doch kein Wunder , das mal einer ausrastet !

D
Daniel Heydebreck antwortete am
13.04.202620:36 Uhr

Die Rennradfahrer haben offensichtlich nichts falsch gemacht und dennoch haben Sie Verständnis dafür, dass ihnen Gewalt angetan wird? Sie betreiben hier Täter-Opfer-Umkehr!

D
Dennis Hillmann antwortete am
13.04.202620:23 Uhr

Und das rechtfertigt solch ein Verhalten? Wo sind wir hier, bei Mad Max? Unfassbar was sie da schreiben.

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