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Sammelaktion

TBassenflether Strand: Vatertags-Partygänger hinterlassen fünf Kubikmeter Müll

Fünf Kubikmeter Müll sammelten die 60 Freiwilligen am Bassenflether Strand. Foto: SG Lühe

Fünf Kubikmeter Müll sammelten die 60 Freiwilligen am Bassenflether Strand. Foto: SG Lühe

Der Bassenflether Strand ist wieder sauber. Vorerst jedenfalls. Etwa fünf Kubikmeter Müll sammelten rund 60 Freiwillige am Sonnabend – dabei handelte es sich vorwiegend um die Hinterlassenschaften der rund 500 Vatertags-Partygänger. Lühes Bürgermeister Timo Gerke ärgert sich.

Von Katja Knappe Sonntag, 29.05.2022, 12:12 Uhr

Die Samtgemeinde Lühe, die Hamburger Gruppe der Meeresschutzorganisation „Sea Sheperd“ und ein kleines Projektteam der BBS II in Stade hatten die Wildmüllsammlung organisiert, allein „Sea Sheperd“ war mit etwa 20 Helfern und einem Infostand vertreten. „Ich hätte mir allerdings mehr Resonanz aus der Bevölkerung erhofft – vor allem von denjenigen, die am Donnerstag hier gefeiert haben“, bilanzierte Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke.

Rund 500 vor allem junge Menschen hatten am Vatertag in Bassenfleth gefeiert. Timo Gerke war zur Partyzeit mit Strandwärter Ernst August Pape unterwegs gewesen und hatte etliche der jungen Leute gebeten, anschließend ihren Müll wieder mitzunehmen. „Ich denke, dass der Großteil vernünftig ist und das auch gemacht hat. Aber die restlichen 50 eben nicht“, ärgert sich Gerke.

Abfall landet in der Elbe

Jede Menge Plastik- und Glasflaschen, Einweg-Grills, Plastikverpackungen, Kleidungsstücke und auch ein Bollerwagen trugen die Helfer in rund dreieinhalb Stunden am Strand zusammen. Das meiste rund um den Bereich des Volleyballfelds. Der in Tüten und Einkaufswagen gesammelte Müll – rund fünf Kubikmeter – wurde schließlich im Container auf dem Parkplatz entsorgt.

Da zwischen Donnerstag und der Müllsammlung am Sonnabend starker Wind geweht habe, sei in dieser Zeit vor allem leichter Plastikabfall bereits in die Elbe geweht worden, sagt Gerke – genau das, was vermieden werden soll. Die Menge des Party-Mülls sei – in den vergangenen Jahren, abgesehen von der Pandemie-Party-Pause, immer mehr geworden. Nur zwei Jahre davor sei es noch extremer gewesen.

Trotz WC vor Ort: Partygänger urinieren in die Büsche

Greifzangen und Müllsäcke hatte das Amt für Abfall- und Kreislaufwirtschaft des Landkreises Stade zur Verfügung gestellt, Handschuhe brachten die Müllsammler selbst mit. „Es gab wieder etliche, die ihre Notdurft am Vatertag in den Büschen gemacht haben“, sagt Gerke. Obwohl es seit zwei Jahren auf dem Parkplatz auch ein Toilettenhäuschen gibt.

Von den drei Müllcontainern, die am Strand aufgestellt worden waren, seien zwei leer gewesen, berichtet Gerke. Vielleicht sei es sinnvoller, künftig statt der Container Einkaufswagen als Müllbehälter bereit zu stellen, sinnierte der Bürgermeister. Er weiß, nach welchen Party-Tagen sich am Strand der meiste Müll findet: Nach Vatertag und nach den Schulabschluss-Partys. Die sind bald wieder dran.

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