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Bewohner einer Asylunterkunft mit Messer lebensgefährlich verletzt

Ein Polizeiwagen an der Asylunterkunft in Apensen. Foto: Polizei

Ein Polizeiwagen an der Asylunterkunft in Apensen. Foto: Polizei

Bei einem Streit in der Asylbewerberunterkunft in Apensen hat ein 26-jähriger Afghane am Mittwochabend einen 46-jährigen Landsmann niedergestochen. Das Opfer befindet sich in einem Krankenhaus, es schwebt in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter sitzt in Polizeigewahrsam.

Donnerstag, 14.05.2020, 08:54 Uhr

(Update, 14. Mai, 14.25 Uhr: Weitere Details und Aussagen der Polizei hinzugefügt)

Nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Bohmbach war es am Mittwochabend um kurz nach 19 Uhr in Apensen in der Asylbewerberunterkunft „aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Auseinandersetzung“ zwischen den beiden Afghanen gekommen. Dabei stach der 26-Jährige mehrfach auf das 46-jährige Opfer mit einem Messer ein.

Der 46-Jährige kam nach der Erstversorgung durch die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes und den Notarzt des Buxtehuder Elbe Klinikums im Rettungswagen mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Buxtehuder Elbe Klinikum. Er musste dort sofort notoperiert werden. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen wurde er noch in der Nacht in eine Hamburger Spezialklinik verlegt.

Standort bislang "total unauffällig"

Der mutmaßliche Täter flüchtete laut Polizeisprecher Bohmbach zunächst vom Tatort, konnte aber kurze Zeit später von den Beamten der Buxtehuder Polizei im Bereich der Unterkunft festgenommen werden. Er wurde in den Polizeigewahrsam eingeliefert. Am Donnerstag musste er sich erkennungsdienstlichen Maßnahmen unterziehen und wurde vernommen.

Die Polizisten haben die Spuren am Tatort gesichert und die nähere Umgebung abgesucht. Dank Hinweisen von aufmerksamen Anwohnern haben sie die mutmaßliche Tatwaffe auf einem Nachbargrundstück sicherstellen können. Die Ermittlungen zu den Umständen der Tat und möglichen Motiven dauern weiter an. Der mutmaßliche Täter hat gegenüber den Ermittlern bislang jegliche Angaben verweigert.

2015 wurde die Containerzeile für 28 Bewohner hinter dem Rathaus aufgebaut. Seither war der Standort aus Sicht der Polizei „total unauffällig“, sagt Bohmbach. Das gelte auch für den mutmaßlichen Täter, der für die Ermittler bis zum Mittwochabend ein unbeschriebenes Blatt war.

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