Falsche Polizisten und Bankmitarbeiter klingeln in Ahlerstedt durch
Betrüger haben es zurzeit in Ahlerstedt auf Senioren abgesehen. (Symbolbild) Foto: www.polizei-beratung.de
Betrüger überziehen die Stader Geest aktuell mit Schockanrufen. Die Polizei mahnt eindringlich.
Ahlerstedt. Wie die Stader Polizei mitteilt, häufen sich aktuell im südlichen Bereich des Landkreises – insbesondere im Bereich Ahlerstedt – betrügerische Anrufe. Die Täter haben es den Angaben nach gezielt auf ältere Mitbürger abgesehen, deren Namen und Nummern häufig noch im klassischen Telefonbuch stehen.
Polizei: So gehen die Betrüger in Ahlerstedt vor
- Der angebliche Bankmitarbeiter: Zunächst meldet sich eine angebliche Bank oder Sparkasse. Es wird behauptet, vom Konto sei unberechtigt eine vierstellige Summe abgebucht worden (beispielsweise für den angeblichen Kauf von Sportartikeln). Unter diesem Schockmoment versuchen die Täter, vertrauliche Bankdaten und PINs zu erfragen.
- Der falsche Polizeibeamte: Kurz darauf meldet sich ein vermeintlicher Polizeibeamter. Dieser knüpft an die Geschichte an oder behauptet, in der Nachbarschaft habe es einen Raubüberfall oder Einbruch gegeben. Angeblich seien bei festgenommenen Tätern Notizen mit der Adresse des Angerufenen gefunden worden. Das Ziel: Ausforschen, welche Barwerte, Gold oder Schmuck im Haus lagern, angeblich, um diese „in Sicherheit“ zu bringen.
Stader Polizei gibt Tipps: So schlagen Sie den Betrügern ein Schnippchen
- Legen Sie einfach auf: Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln und nicht unter Druck setzen.
- Keine Daten am Telefon: Banken oder die Polizei erfragen am Telefon niemals PINs, Passwörter, Kontostände oder Vermögenswerte im Haus.
- Niemals Geldübergaben: Weder Polizei noch Banken schicken Boten, um Bargeld, Schmuck oder EC-Karten zur „sicheren Verwahrung“ abzuholen.
- Haustür geschlossen halten: Öffnen Sie grundsätzlich niemandem die Tür, den Sie nicht kennen oder nicht selbst bestellt haben.
- Gegenprüfung: Rufen Sie im Zweifel Ihre Bank unter der bekannten Hausnummer an oder wählen Sie selbst den Notruf der Polizei unter der 110 (nicht die Rückruftaste nutzen).
„Bitte sprechen Sie mit Ihren älteren Angehörigen, Bekannten und Nachbarn über diese Maschen und warnen Sie sie“, so die Polizei.
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