Gefahrgut-Lkw auf A1 in Flammen – Spurwechsler sorgen für Ärger
Insgesamt waren 22 Feuerwehrfahrzeuge alarmiert worden. Foto: Samtgemeindefeuerwehr Zeven
Großalarm und XXL-Stau auf der Autobahn - und dann sind diese Lkw- und Autofahrer der Feuerwehr ein Dorn im Auge. Die Blaulicht-Meldungen aus der Region.
Am Mittwochmittag sind mehrere Feuerwehren aus dem Kreis Rotenburg zu einem auf der A1 bei Gyhum in Brand geratenen Gefahrguttransporter alarmiert worden. Gegen 13.15 Uhr habe der Fahrer des Lkw eine Explosion am transportierten Container wahrgenommen.
Laut Polizei bestand die Ladung unter anderem aus Lösungsmitteln, Lackierereiabfällen sowie altem Löschmittel aus Feuerlöschern. „Aufgrund der Gefahrenlage und der erforderlichen Löscharbeiten wurde die A1 in Fahrtrichtung Bremen vollständig gesperrt und der Verkehr an der Anschlussstelle Elsdorf abgeleitet.
Im Container auf dem Anhänger sind unter anderem Lösungsmittel und Lackierereiabfälle transportiert worden. Foto: Polizei
Auch der Parkplatz Glindbusch wurde geräumt und gesperrt.
Ärger über Spurwechsler im Stau
Die Feuerwehr konnte die Containermulde ablöschen. Der Fahrer des Gespanns hatte den Anhänger bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr vom Zugfahrzeug getrennt. Der Anhänger wurde anschließend in einem gesondert abgesperrten Bereich auf dem Parkplatz abgestellt. Der Parkplatz blieb über Nacht gesperrt. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nun Bestandteil der Ermittlungen.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Sperrung der Autobahn in Richtung Bremen konnte gegen 16.15 Uhr vollständig aufgehoben werden.
Die Feuerwehr Zeven monierte in einem öffentlichen Post via Instagram, dass Lkw- und Pkw-Fahrer die Bildung einer Rettungsgasse behinderten, weil sie die Spuren wechselten. Diese „wollten aber trotz der Staulage noch ein paar Meter gut machen und wechselten die Spuren - teilweise sogar nachdem ein Polizeifahrzeug auf die Bildung einer Rettungsgasse hingewiesen hat“, schreibt die Feuerwehr. Dies führe dazu, „dass sich die Rettungsgasse verengt und es den Einsatzkräften schwerer macht“.
Das beobachtete Szenario am Mittwoch sei kein Einzelfall. Vergleichbare Aktionen registrierten die Einsatzkräfte regelmäßig.
Nachlöscharbeiten auf Parkplatz
Gegen 17 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zu Nachlöscharbeiten an dem auf dem Autobahnparkplatz abgestellten Anhänger alarmiert. Die Stahlmulde wurde nochmals mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und auf verbliebene Glutnester überprüft.
Insgesamt waren 79 Feuerwehrkräfte aus Gyhum, Elsdorf und Zeven sowie von der Kreisfeuerwehr Rotenburg alarmiert worden. Anwohner waren angehalten, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten.
13-Jähriger landet auf Motorhaube
In Scheeßel ist am Mittwochmorgen ein 13-jähriger Junge auf dem Fahrrad bei einem Zusammenstoß leicht verletzt worden. In einem Einmündungsbereich war der Schüler, der auf der „falschen“ Gehwegseite gefahren sei, von dem Autofahrer übersehen worden.
Der 13-Jährige stürzte dabei laut Polizei über die Motorhaube des Pkw. „Der unbekannte Fahrer erkundigte sich nach dem Zusammenstoß kurz bei dem Jungen, ob alles in Ordnung sei, und fuhr anschließend in Richtung Ortsmitte weiter“, berichtet Polizeisprecher Marvin Teschke.
Der 13-Jährige erlitt durch den Sturz leichte Verletzungen an der Hand und am Fuß. An seinem Fahrrad entstand leichter Sachschaden.
Autofahrer mit 1,28 Promille kontrolliert
Beamte kontrollierten in der Nacht zum Donnerstag einen Audi in Zeven. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der 43-jährige Fahrer eine Atemalkoholkonzentration von 1,28 Promille aufwies und fahruntüchtig war.
Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Ohne Führerschein unterwegs
In Scheeßel ist am Mittwoch ein 25-jähriger Mann in einem Mercedes Sprinter von der Polizei kontrolliert worden. Teschke: „Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Beeinflussung durch Betäubungsmittel.“ Ein durchgeführter Schnelltest deutete den Konsum von Kokain, Amphetamin und Methamphetamin an.
Darüber hinaus war der 25-Jährige nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen den Mann wird nun ermittelt.
Brandmeldeanlage mutwillig ausgelöst
In Neu Wulmstorf wurden Feuerwehr und Polizei am Mittwochabend gegen 19 Uhr in die Bahnhofstraße gerufen. Dort hatte die Brandmeldeanlage in einer Tiefgarage ausgelöst.
Bei der Überprüfung stellten die Einsatzkräfte fest, dass die zunächst von Zeugen beobachtete Verrauchung nicht durch ein Feuer verursacht worden war. „Unbekannte hatten einen Pulverlöscher aus der Halterung genommen und den Inhalt in der Tiefgarage versprüht, so dass sich der feine Staub großflächig verteilte“, teilte die Polizei mit.
Die Polizei (Telefon 040/33441990) sucht Zeugen, die Hinweise zu den Verursachern geben können. (pm)
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