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Großalarm nach Feuer in einer Küche in Stade - Wohnblock evakuiert

Feuer in der Küche: Der siebenstöckige Wohnblock im Altländer Viertel in Stade musste evakuiert werden. Foto: Vasel

Feuer in der Küche: Der siebenstöckige Wohnblock im Altländer Viertel in Stade musste evakuiert werden. Foto: Vasel

Feuer in einem siebenstöckigen Wohnblock im Altländer Viertel in Stade: In der Mittelnkirchener Straße brannte es im zweiten Stock. 30 Bewohner mussten raus. Lebensgefahr.

Von Björn Vasel Freitag, 04.02.2022, 20:17 Uhr

Um 18.49 Uhr gingen am Freitag die Melder der Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehr Stade. In der Mittelnkirchener Straße brannte es im zweiten Stock. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren Feuerschein und Rauch zu sehen, sagte Ortsbrandmeister Stephan Woitera dem TAGEBLATT.

Zwei Trupps rückten unter Atemschutz ins Gebäude vor, die Polizei hatte bereits die ersten der rund 30 Bewohner aus ihren Wohnungen geholt. Die Rettungs- und Leitstelle in Stade-Wiepenkathen hatte MANV-Alarm ausgelöst. Die Abkürzung steht für Massenanfall von Verletzten. Vorsorglich schickten die Stader mehrere Rettungswagen.

Rauchgas ist gefährlicher als Flammen

Doch zum Glück war das Feuer in einer Küche schnell unter Kontrolle, die Familie, eine Frau und zwei Kinder, hatte sich noch rechtzeitig retten können. Die übrigen Wohnungen blieben vom Brand verschont. Ihre Bewohner konnten abends wieder zurück in die eigenen vier Wände. Die Familie sei „wohlauf“, hieß es beim Einsatz.

Bei einem Brand kann eine Rauchgasvergiftung „schon nach zwei Minuten tödlich sein. Der Rauch sei gefährlicher als die Flammen. Der Grund: Der Rauch enthält unter anderem Kohlenmonoxid und Kohlendioxid in sehr hoher Konzentration, ergänzt der Kreisfeuerwehrsprecher Stefan Braun.

Aus medizinischer Sicht passiert dann folgendes: Kohlenmonoxid bindet sich an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), der normalerweise Sauerstoff transportiert. Weil sich das Kohlenmonoxid aber etwa dreihundertfach kräftiger daran bindet, verdrängt es den Sauerstoff. Die roten Blutkörperchen fließen dadurch mit Kohlenmonoxid beladen durch den Körper, was schließlich zu einer Art innerem Ersticken führt. Das Kohlendioxid wiederum, das normalerweise ausgeatmet wird, führt bei einer erhöhten Konzentration zu einer Hemmung des Atemantriebs.

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