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Tödlicher Verkehrsunfall bei Oldendorf

Blick auf die Unfallstelle kurz vor dem Ortseingang Oldendorf: Feuerwehrleute und Rettungssanitäter befreien die Verletzten aus dem Wrack. Foto: Beneke

Blick auf die Unfallstelle kurz vor dem Ortseingang Oldendorf: Feuerwehrleute und Rettungssanitäter befreien die Verletzten aus dem Wrack. Foto: Beneke

Bei einem Unfall auf der L 114 zwischen Himmelpforten und Oldendorf ist am Dienstag eine 20-Jährige gestorben. Ein mit fünf Personen besetzter Opel war gegen einen Baum geprallt. Die vier übrigen Insassen wurden schwer verletzt. Der 24-jährige Fahrer war laut Polizei stark alkoholisiert.

Von Daniel Beneke Dienstag, 20.06.2017, 09:22 Uhr

Das Unglück ereignete sich um kurz vor 5 Uhr. Ein voll besetzter Opel Meriva war, aus Himmelpforten kommend, auf der Landesstraße 114 unterwegs. In einer scharfen Rechtskurve verlor der 24-jährige Fahrer aus Estorf die Kontrolle über das Auto und geriet auf die Gegenfahrbahn. Zeugen berichteten, er sei „mit quietschenden Reifen“ durch die Kurve gefahren. Beinahe wäre er mit entgegenkommenden Wagen kollidiert. Spuren auf dem Asphalt stützen die Aussagen.

Dann geriet der Opel Meriva zunächst nach rechts auf den Grünstreifen, dann zurück auf die Gegenfahrbahn und dort ebenfalls in den Seitenraum. Das Auto überschlug sich, prallte gegen einen Baum und blieb am Straßenrand auf dem Dach liegen. Im Kurvenbereich gilt aktuell eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern, bis vor ein paar Monaten lag das Tempolimit bei 50 Stundenkilometern.

Autofahrer, die an der Unfallstelle vorbeikamen, setzten den Notruf ab. Sie befreiten einen der Verletzten aus dem Wrack, leisteten Erste Hilfe und betreuten ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Die Leitstelle des Landkreises alarmierte neben den Freiwilligen Feuerwehren Oldendorf und Hagenah fünf Rettungswagen, die aus Stade, Hemmoor und Bremervörde anrückten. Auch drei Notärzte aus Stade, Buxtehude und Hemmoor eilten zum Unglücksort.

Den insgesamt rund 50 Einsatzkräften gelang es mit schwerem Bergungsgerät, die Insassen schnell aus dem Wrack zu befreien. Die vier Schwerverletzten kamen mit Rettungswagen in die Krankenhäuser nach Stade, Buxtehude, Cuxhaven und Bremervörde. Sie sind zwischen 17 und 24 Jahre alt und kommen aus Oldendorf, Himmelpforten und Estorf. Für eine 20-jährige Mitfahrerin aus Oldendorf kam jede Hilfe zu spät. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle.

Streifenbeamte der Stader Polizeiinspektion sicherten, unterstützt von der Tatortgruppe, Spuren auf der Straße und am Fahrzeug. Wie sich am Vormittag herausstellte, war der Fahrer des Opel Meriva zum Zeitpunkt des Unfalls stark alkoholisiert. Polizeisprecher Andre Janz nannte einen Atemalkoholwert von 1,23 Promille, den ein Test im Krankenhaus ergeben hat. „Nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit den Folgen des Alkoholkonsums“ hat seinen Worten zufolge wohl zu dem tödlichen Unglück geführt. Gegen den Mann wird nun ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Landesstraße 114 blieb für die Rettungs- und Aufräumarbeiten zwischen Neukuhla und Oldendorf knapp viereinhalb Stunden lang voll gesperrt. Zeugen, die den Unfall oder den Opel Meriva zuvor beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41 / 10 22 15 bei der Polizeiinspektion Stade zu melden.

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