„Ungewöhnlicher Geruch“ bei Brand in Stade - Zehn Menschen im Krankenhaus
In Chemikalienschutzanzügen gehen die Feuerwehrleute in Stade-Schölisch vor. Foto: Feuerwehr
Ein Feuer hinter dem Hotel „Vier Linden“ in Schölisch entwickelt sich zu einem Umwelteinsatz, nachdem ein starker Geruch festgestellt wird.
Stade. Am Abend des Gründonnerstags wurde der Zug I der Stader Feuerwehr zu einem brennenden Holzstapel hinter dem Hotel in der Schölischer Straße gerufen, berichtet Kreisfeuerwehrsprecher Stefan Braun.
Noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatte der Besitzer des Hotels „Vier Linden“ den Brand selbst mit einem Feuerlöscher soweit erstickt, dass die Feuerwehrleute nur die Brandstelle kontrollieren und die letzten Glutnester löschen mussten.
Zehn Menschen fahren ins Stader Elbe Klinikum
„Als das Löschwasser auf den Holzstapel traf, waren die Einsatzkräfte plötzlich einem starken, ungewöhnlichen Geruch ausgesetzt“, sagt Braun. Sofort hätten sie sich zurückgezogen und sieben Feuerwehrleute, zwei Polizeiangehörige und der Hotelbesitzer hätten sich eigenständig auf den Weg ins Stader Elbe Klinikum gemacht.
In Krankenhaus wurden die zehn Personen untersucht, den Angaben nach ohne Befund. Da die Einsatzkräfte und der Hotelbesitzer keine Symptome aufwiesen, konnten sie das Elbe Klinikum anschließend sofort wieder verlassen.
Kreisfeuerwehr-Fachgruppe Messen und Spüren rückt an
„Unterdessen waren an der Einsatzstelle Einheiten der Kreisfeuerwehr eingetroffen um festzustellen, was die Reaktion am Holzhaufen ausgelöst haben könnte“, so Braun. Neben dem Führungsdienst Umwelt waren das die Fachgruppen Messen und Spüren und Dekon Nord. Zusammen mit den Stader Feuerwehrleuten waren etwa 60 Kräfte im Einsatz. Die Besatzung eines Rettungswagens musste nicht tätig werden.

Die Einsatzleitung der Kreisfeuerwehr Stade plant das weitere Vorgehen. Foto: Feuerwehr
Alle Messungen der Einsatzkräfte ergaben, dass keine Gefahr für Menschen und Umwelt mehr bestand, der Holzhaufen wurde abgesperrt und die Messergebnisse und Proben an den Landkreis als zuständige Behörde weitergeleitet.
Auch im vergangenen Jahr hatte es in Schölisch gebrannt. Damals stand eine Gartenlaube in Flammen. (fe/pm)
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