Trotz Personalnot in Kitas: Apensen möchte einen Waldkindergarten
An einem Bauwagen hängen die Kinder eines Waldkindergartens ihre Rucksäcke auf. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Der Personalmangel in den Kitas der Samtgemeinde Apensen wächst. Dennoch plant die Verwaltung einen Waldkindergarten - und benötigt die Entscheidung der Politik.
Apensen. Im vergangenen Jahr gab es in den Kitas in Apensen und Beckdorf Personalmangel. Zudem waren erhebliche krankheitsbedingte Personalausfälle zu verzeichnen. Um den laufenden Kita-Betrieb sicherzustellen, musste Personal über Zeitarbeitsfirmen beschafft werden. Künftig soll dafür bei beiden Kitas mehr Geld eingeplant werden als bisher.
Ungeachtet des herrschenden Personalmangels plant die Verwaltung einen neuen Waldkindergarten, für den weiteres pädagogisches Personal benötigt werden würde.
Wie steht die Politik zum Waldkindergarten?
Mit dem Thema Waldkindergarten beschäftigten sich wie berichtet bereits im vergangenen Jahr mehrere Gremien wie der Beirat der Kindertagesstätten Apensen und Beckdorf, der Sozialausschuss und der Rat.
Sozialausschuss
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Am Mittwoch, 4. Februar, steht das Thema erneut auf der Tagesordnung im Sozialausschuss. Hier soll geklärt werden, ob die Politik den Vorschlag für einen Waldkindergarten in der Samtgemeinde befürwortet. Die Verwaltung benötigt einen Ratsbeschluss für die benötigten Mittel, die im aktuellen Haushalt mit einem Sperrvermerk bis zur Erteilung der endgültigen Betriebsgenehmigung für einen Waldkindergarten versehen werden sollen.
Bedarf an Elementarplätzen steigt in Apensen
Für den Bedarf eines Waldkindergartens führt die Verwaltung mehrere Gründe an - allen voran den steigenden Bedarf an Elementarplätzen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde. Außerdem würde ein Waldkindergarten das pädagogische Angebot in der Samtgemeinde erweitern, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Kinderbetreuung
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Doch für den Betrieb eines Waldkindergartens sind einige Voraussetzungen nötig, weiß auch die Verwaltung. Neben einem geeigneten Waldareal gehört dazu die Einwilligung der Baubehörde und Genehmigung zum Aufstellen eines beheizbaren Bauwagens oder einer Schutzhütte sowie einer Toilette. Gespräche mit potenziellen Grundstückeigentümern habe es bereits gegeben, auch Angebote für Waldkindergartenwagen liegen bereits vor. Bei einer Öffnungszeit über fünf Stunden täglich müsste zudem eine warme Mahlzeit für die Kinder ermöglicht werden.
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