Wie die Cowboys: Feuerwehr Dornbusch rettet 300-Kilo-Bullen aus Süderelbe
Von einem Schlauchboot aus machten sich die Feuerwehrleute an die Rettung des Tieres. Foto: Feuerwehr
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz mussten die Retter in Dornbusch ausrücken: Passanten hatten ein Rind in der Süderelbe entdeckt.
Drochtersen. Die Feuerwehren Dornbusch und Drochtersen sowie die DLRG Drochtersen wurden am Montagmorgen (18. Mai 2026) um 8.15 Uhr zu einem Tierrettungseinsatz an die Wischhafener Süderelbe alarmiert.
Ungewöhnlicher Anblick: Passanten entdecken Rind im Wasser
„Passanten hatten im Bereich des Dornbuscher Hafens ein entlaufenes Rind im Wasser der Wischhafener Süderelbe entdeckt“, berichtet der Drochterser Gemeindebrandmeister Arnd König dem TAGEBLATT auf Nachfrage. Das Tier konnte nicht mehr selbstständig an Land kommen.

Das Tier war in der Wischhafener Süderelbe zunächst vor den Feuerwehrleuten geflüchtet. Foto: Feuerwehr
„Aufgrund des ablaufenden Wassers war Eile geboten“, sagt König. Mit einem Schlauchboot versuchten die Feuerwehrleute, sich dem jungen Bullen im Wasser anzunähern, um ihm eine Schlinge um den Körper legen zu können. „Dieses gestaltete sich zunächst als schwierig, da das Tier immer wieder vor dem Boot flüchtete.“
Rettungskräfte müssen 300-Kilo-Rind hochziehen
Schließlich gelang es den Kameraden im Schlauchboot, den Bullen unter die Brücke zu treiben. Von dort wurde ein Strick um das Tier gelegt.

300 Kilogramm schwer ist der Bulle, denn die Kräfte der Feuerwehr und DLRG in Dornbusch an Land zogen. Foto: Feuerwehr
Nach einer kurzen Erholungsphase kam Muskelkraft zum Einsatz: „Mit vereinten Kräften wurde der circa 300 kg schwere Bulle die schlammige Uferböschung hinaufgezogen“, so Drochtersens Gemeindebrandmeister. Der Bulle sei zum Ende doch noch kooperativ geworden und habe die Einsatzkräfte bei der Rettung gut unterstützt.
Anschließend wurde das Tier augenscheinlich unverletzt auf einen Anhänger des Landwirtes getrieben und vorerst zur Beobachtung in den Stall gebracht.
Auch im Landkreis Cuxhaven mussten Einsatzkräfte zu einer Tierrettung ausrücken: In Schiffdorf hatte sich am Sonnabendmorgen (16. Mai 2026) ein Vogel in einer Schnur verheddert.
Feuerwehr rettet Vogel aus misslicher Lage
Gegen 7.13 Uhr rückte die Ortsfeuerwehr Spaden zu einer Tierrettung aus. Der Anrufer war noch vor Ort und wies die Feuerwehrleute in die Lage ein: An einem Baum hing eine dünne Schnur, in der sich der mittelgroße Greifvogel mit einem seiner Flügel verfangen hatte. Das berichtet Sönke Eriksen, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gemeinde Schiffdorf.

Der Flügel des Tieres, um welchen die Schnüre gewickelt waren. Foto: Feuerwehr
Die Rettung gestaltete sich jedoch als schwierig: Nicht nur befand sich das Tier in etwa drei bis vier Metern Höhe - der Vogel ragte auch über einen Teich.

Der Vogel hing über einem Teich fest. Foto: Feuerwehr
Mit einer Bockleiter und mittels eines Besens, als verlängertem Arm, gelang es den Feuerwehrleuten, das Tier zu erreichen. Sie befreiten den Vogel aus seiner misslichen Lage. Nachdem das Tier am Boden war, entfernten die Einsatzkräfte auch die restlichen Schnüre vom Flügel.
Abschließend wurde das Tier vor Ort freigelassen. Gegen 8 Uhr war der Einsatz beendet. (set)
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