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Gaza-Krieg

170.000 Tonnen UN-Hilfsgüter warten auf Einlass nach Gaza

Anfang der Woche hatte OCHA berichtet, dass israelische Behörden seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 insgesamt 45 Prozent der angemeldeten Hilfskonvois entweder nicht genehmigt oder im Laufe der Mission behindert hätten. (Archivbild)

Anfang der Woche hatte OCHA berichtet, dass israelische Behörden seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 insgesamt 45 Prozent der angemeldeten Hilfskonvois entweder nicht genehmigt oder im Laufe der Mission behindert hätten. (Archivbild) Foto: ILIA YEFIMOVICH/dpa

Lebensmittel, Zelte, Medikamente: UN-Teams stehen mit Hilfskonvois in den Startlöchern, doch sie brauchen grünes Licht von Israel.

Von dpa Donnerstag, 09.10.2025, 11:15 Uhr

Genf. Das UN-Nothilfebüro OCHA steht mit rund 170.000 Tonnen Hilfsgütern in der Nähe des Gazastreifens bereit. Sobald grünes Licht der israelischen Behörden komme, die die Zugänge zu dem Kriegsgebiet kontrollieren, könnten diese zu den notleidenden Menschen gebracht werden, sagte ein Sprecher in Genf. Darunter seien Nahrungsmittel, Medikamente, Zelte und andere dringend benötigte Hilfsgüter.

Anfang der Woche hatte OCHA berichtet, dass israelische Behörden seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 insgesamt 45 Prozent der angemeldeten Hilfskonvois entweder nicht genehmigt oder im Laufe der Mission behindert hätten. 

Der Sprecher zählte auf, was OCHA zur Versorgung der Zivilbevölkerung auf Basis der humanitären Prinzipien – Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit – brauche: offene Grenzübergänge, Garantien, dass Hilfskräfte und Bedürftige sich sicher bewegen können, Visa für ausländisches Personal, die uneingeschränkte Einfuhr der Hilfsgüter und Raum, damit die humanitären Helferinnen und Helfer sich bewegen können. Der Privatsektor im Gazastreifen müsse schnellstens wiederbelebt werden.

Die UN können kurzfristig 170.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. (Archivbild)

Die UN können kurzfristig 170.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern. (Archivbild) Foto: Ariel Schalit/AP/dpa

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