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Katastrophenschutz

50 neue Sirenen sollen die Hamburger vor Sturmflut warnen

Der Hamburger Fischmarkt unter Wasser. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Der Hamburger Fischmarkt unter Wasser. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die Hansestadt Hamburg investiert in ihren Katastrophenschutz und hat einen Auftrag für 50 neue Sirenen ausgeschrieben. Wo die Warnmelde-Anlagen stehen sollen.

Mittwoch, 19.10.2022, 09:00 Uhr

Für eine Verbesserung des Katastrophenschutzes will die Stadt Hamburg 50 neue Sirenen aufbauen lassen. Allein 22 von ihnen sollen im Bezirk Wandsbek installiert werden, wie aus der Auftragsausschreibung der Innenbehörde hervorgeht, über die am Dienstag zuerst der NDR berichtet hatte. Zwölf weitere Standorte sind den Vergabeunterlagen zufolge im Bezirk Nord, sechs in Mitte, fünf in Altona, drei in Eimsbüttel und zwei in Harburg geplant.

Die Standorte auch außerhalb der sturmflutgefährdeten Gebiete sollen künftig helfen, «die Bevölkerung auch vor Binnenhochwasser, Schadenslagen infolge von Starkregenereignissen oder anderen Gefahren warnen zu können", hatte der Senat bereits im September auf eine Kleine Anfrage der CDU geantwortet. Derzeit verfügt Hamburg demnach über 123 Sirenen, die im Fall einer sehr schweren Sturmflut ausgelöst werden.

Laut NDR sollen die meisten Sirenen auf Schulgebäuden und Häusern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA montiert werden. Die Finanzierung soll laut Senat über Fördermittel des Bundes laufen.

Auch in Niedersachsen wird in den Katastrophenschutz investiert: Das Land hatte angekündigt, mehr Sirenen aufstellen zu wollen. Dafür stellt Niedersachsen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils fünf Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden demnach 22 Behörden mit insgesamt 773 Sirenenstandorten.  (dpa/set)

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