Zähl Pixel
Blaulicht

Massiver Polizeieinsatz in Hamburger Schule – Anschlags-E-Mails verschickt

Eine unklare Bedrohungslage an einer Hamburger Schule hat einen Großeinsatz in Eidelstedt ausgelöst. (Symbolbild)

Eine unklare Bedrohungslage an einer Hamburger Schule hat einen Großeinsatz in Eidelstedt ausgelöst. (Symbolbild) Foto: Bodo Marks/dpa

Tausende Schülerinnen und Schüler von fünf Schulen mussten zu Hause bleiben. In Eidelstedt rückt am Mittag ein Großaufgebot der Polizei aus. Eine Waffe wird gesehen.

Von dpa Montag, 09.09.2024, 15:08 Uhr

Hamburg. Wegen eines Streits zwischen zwei Schülern hat es an einer Schule im Hamburger Stadtteil Eidelstadt am Mittag einen Großeinsatz der Polizei gegeben. „Im weiteren Verlauf wurde bei einem der Schüler eine Waffe gesehen. Ob es sich dabei um eine scharfe Schusswaffe oder eine Anscheinswaffe handelte, ist derzeit unklar“, postete die Hamburger Polizei auf der Plattform X. Die Schule war deshalb intensiv durchsucht worden. Dieser Einsatz sei mittlerweile beendet. Der Schüler sei jedoch noch auf der Flucht, hieß es weiter.

Vor der Schule standen am Mittag viele Streifenwagen, ein Hubschrauber war im Einsatz und kreiste über der Einsatzstelle. Für die Eltern der Schülerinnen und Schüler war im Bereich Lohkampstraße/Ecke Zweigweg eine Anlaufstelle eingerichtet worden. Es gab auch eine Schülerbetreuung in der Nähe.

Bedrohungsmails an fünf Schulen

Bereits am Morgen war an mehreren Hamburger Schulen der Unterricht zunächst ausgefallen, weil fünf von ihnen eine Drohmail erhalten hatten. Bei einer Überprüfung der Gebäude konnte die Polizei jedoch keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr finden. „In den Mails wurde eine unklare Bedrohungslage beschrieben. Unsere Einsatzkräfte haben die Schulen überprüft und konnten keinen Hinweis auf eine konkrete Gefährdung feststellen“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schule in Eidelstedt sei nicht dabei gewesen, die beiden Einsätze hätten nichts miteinander zu tun, sagte der Sprecher weiter. Die Mails an die Schulen seien zwischen Sonntagabend und Montagfrüh angekommen, sagte der Sprecher weiter. Dabei habe es sich um einen ähnlichen oder sogar gleichlautenden Text gehandelt. Die Polizei prüfe nun, ob in der Sache strafbare Handlungen vorliegen.

Einsatzkräfte der Polizei stehen in einer gesperrten Straße vor einer Stadtteilschule.

Einsatzkräfte der Polizei stehen in einer gesperrten Straße vor einer Stadtteilschule. Foto: Bodo Marks/dpa

Weitere Themen