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Superkleber auf der Fahrbahn

Bewährungsstrafe für deutsche Klimaaktivistin Windl

Die Aktivistin bekannte sich nicht schuldig.

Die Aktivistin bekannte sich nicht schuldig. Foto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa

Prozess gegen „Klima-Kleber“ in Wien: Unter den Verurteilten ist eine zentrale Figur der Protest-Szene. Jüngst war die junge Deutsche auch an einer Aktion rund um das Privatflugzeug von Merz dabei.

Von dpa Dienstag, 12.05.2026, 17:05 Uhr

Wien. Die deutsche Klima-Aktivistin Anja Windl ist in Österreich zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landesgericht Wien befand die 29-Jährige und drei Mitstreiter der Sachbeschädigung und schweren Sachbeschädigung schuldig, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Die aus dem Raum Straubing stammende Windl gilt als zentrale Figur der Klima-Protestbewegung in Österreich. In dem Prozess wurden ihr und weiteren Aktivisten Protestaktionen vorgeworfen, bei denen sie sich mit Sand und Superkleber auf wichtigen Verkehrsrouten in Österreich festgeklebt hatten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Windl, die Teil des ehemaligen Netzwerks Letzte Generation war, bekannte sich nicht schuldig, wie die APA berichtete. „Sie ist zutiefst besorgt über die Folgen der Klimakrise, die wir schon jetzt spüren“, erklärte demnach ihr Anwalt.

Großprozess gegen Aktivistinnen und Aktivisten

In dem Großprozess in Wien waren insgesamt 47 ehemalige Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Letzten Generation angeklagt. In dem Verfahren wurden bereits Dutzende Geldstrafen verhängt. Auch die drei Mitangeklagten, die nun mit Windl verurteilt wurden, erhielten Geldstrafen.

Im Januar waren Windl sowie eine weitere Frau und ein Mann an der Flugzeughalle mit dem Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im nordrhein-westfälischen Arnsberg festgenommen worden. Sie sollen versucht haben, das Flugzeug des Regierungschefs zu beschädigen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Windl hatte sich danach zu der geplanten Aktion bekannt.

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