Pandemie

China weist WHO-Kritik an Kooperation nach Corona zurück

China weist die Kritik der WHO, nicht ausreichend kooperiert zu haben, zurück. (Archivbild)

China weist die Kritik der WHO, nicht ausreichend kooperiert zu haben, zurück. (Archivbild) Foto: Johannes Neudecker/dpa

Die UN-Organisation bemängelte die Zusammenarbeit mit China. Diese Behauptungen weist Peking zurück. Das könnte auch an Chinas Sicht auf die Herkunft des Virus liegen.

Von dpa 31.12.2024, 12:50 Uhr

Peking. China hat Kritik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hinsichtlich der Zusammenarbeit der Volksrepublik mit der UN-Organisation nach dem Auftreten der Atemwegserkrankung Covid-19 zurückgewiesen. Vor fünf Jahren habe China sofort Informationen und Gensequenzen des Virus mit der WHO geteilt, erklärte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. Die Volksrepublik habe sich stets an wissenschaftliche Offenheit und Transparenz gehalten und mehr Daten und Wissenschaftsergebnisse zur Rückverfolgbarkeit des Virus weitergeben als jedes andere Land, sagte sie. 

Die WHO hatte einen Tag zuvor bemängelt, immer noch auf die volle Kooperation Chinas zu warten, um den Ursprung der Corona-Pandemie zu klären. „Wir fordern von China weiterhin Daten und Zugang, damit wir die Ursprünge von Covid-19 verstehen können“, teilte die Organisation mit. Ohne Transparenz und internationale Zusammenarbeit könne sich die Welt nicht angemessen auf künftige Pandemien vorbereiten und sie verhindern, warnte die WHO.

Die WHO fordert Zugang und Daten. (Foto: Archiv)

Die WHO fordert Zugang und Daten. (Foto: Archiv) Foto: Uncredited/CHINATOPIX/AP/dpa

Ende 2019 erfuhr die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals von Fällen der Lungenkrankheit im zentralchinesischen Wuhan. Seit Beginn der Pandemie hat China die Sorge, dass der Volksrepublik die Schuld für den weltweiten Ausbruch zugeschoben wird und vertritt die Ansicht, dass das Virus auch aus dem Ausland gekommen sein könnte.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

„Höllenraupen“ beunruhigen nordische Länder

Seine Brennhaare sind nun auch in nordischen Ländern gefürchtet: Dank des Klimawandels breitet sich der Eichenprozessionsspinner aus. Mit Schuld an der Ausbreitung ist eine Lieferung aus Deutschland.

Was wäre, wenn der Mond verschwindet?

Er ist mehr als nur ein Begleiter am Nachthimmel. Wäre der Mond plötzlich weg, hätte das tiefgreifende Folgen für die Erde - etwa für Gezeiten, Klima und Ökosysteme. Ein Gedankenexperiment.

Wie entsteht Hagel?

Wussten Sie, dass ein Hagelkorn innen wie eine Zwiebel aussieht? Wie groß war wohl das größte Hagelkorn, das je zur Erde fiel? Die Antworten finden Sie hier.