Zähl Pixel
„Enkeltrick“ & Co.

Deutlich mehr Beschwerden wegen Rufnummernmissbrauchs

Eine Frau hält ein Smartphone in ihrer Hand, auf dessen Display eine Betrugs-SMS zu lesen ist.

Eine Frau hält ein Smartphone in ihrer Hand, auf dessen Display eine Betrugs-SMS zu lesen ist. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Eine SMS von der Tochter, die dringend Geld braucht? Aber warum ruft sie nicht an? Ganz einfach: Weil es gar nicht die Tochter ist - sondern ein Betrüger. So etwas ist beileibe kein Einzelfall.

Von dpa Mittwoch, 15.01.2025, 14:00 Uhr

Bonn. Kriminelle versuchen weiter massenhaft, mit Anrufen und Kurznachrichten Geld zu ergaunern. Zum sogenannten Rufnummernmissbrauch gingen bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr 154.624 Beschwerden ein, wie die Aufsichtsbehörde in Bonn mitteilte. Das waren acht Prozent (11.563) mehr als ein Jahr zuvor. Einen Grund für den Anstieg nannte die Behörde nicht. Die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr, 2021 waren es 155.868 Beschwerden und damit mehr als 2024.

In den meisten Fällen handelte es sich im vergangenen Jahr um unerwünschte SMS und Chatnachrichten, in denen etwa ein Verwandtschaftsverhältnis vorgetäuscht und um Geld gebeten wird. Manche Betrugsopfer - häufig ältere Menschen - fallen darauf rein und überweisen tatsächlich Geld. 

Außerdem ging es bei dem Rufnummernmissbrauch um kostenpflichtige Warteschleifen, automatische Bandansagen am Telefon und Fake-Hotlines. Als Reaktion auf diese kriminellen Machenschaften schaltete die Netzagentur rund 6500 Rufnummern ab. „Die hohe Beschwerdezahl zeigt, dass auch 2024 viele Bürgerinnen und Bürger zum Opfer von Rufnummernmissbrauch wurden“, sagt Netzagentur-Präsident Klaus Müller. „Wir bekämpfen diesen Missbrauch und schützen die Menschen vor finanziellen Nachteilen.“

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Deloitte: Ältere wenden sich von Social Media ab

Millionen sind täglich auf TikTok, Instagram oder dem mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen Facebook. Bei der Nutzung zeigen sich mittlerweile deutliche Unterschiede zwischen den Generationen.

Sony-Auto kommt doch nicht auf den Markt

Es sollte der erste große Vorstoß eines Elektronik-Konzerns in den Automarkt werden. Doch der Einbruch im US-Geschäft mit Elektroautos zieht nun dem Projekt von Sony und Honda den Stecker.

OpenAI macht KI-Video-App Sora dicht

Die KI-App Sora vom ChatGPT-Erfinder OpenAI erregte viel Aufsehen, weil man damit Videoclips aus wenigen Worten generieren kann. Doch jetzt steht sie vor dem Aus.