„Disney Adventure“: Rekord-Kreuzfahrtschiff gleich wieder defekt
Das Kreuzfahrtschiff „Disney Adventure“ - hier beim Schleusen in Bremerhaven - hat technische Probleme. Eine Reise, die jetzt in Singapur starten sollte, wurde abgesagt. Foto: Eckardt
Gigant mit technischen Problemen: Die „Disney Adventure“ steckt in Singapur fest. Noch schlimmer: Passagiere mussten das Schiff verlassen.
Die „Disney Adventure“ ist das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland gebaut wurde. 2025, während der endgültigen Fertigstellung in Bremerhaven, war der Ozeanriese eine Top-Touristenattraktion. Im Januar schließlich wurde die „Disney Adventure“ an die Disney Cruise Line abgeliefert. Hunderte Menschen standen staunend an der Columbuskaje, als sie Bremerhaven verließ.
Zunächst steuerte das Schiff Florida an, bevor es nach Singapur ging. Dort ist das Schiff seither stationiert, um Passagiere für drei- bis viertägige Kurzreisen aufzunehmen. Der jüngste Trip, der am Donnerstag beginnen sollte, wurde nun allerdings abgesagt. Das 340 Meter lange Schiff hat offensichtlich massive Probleme am Azipod-Antriebssystem.
Passagiere müssen Kreuzfahrtschiff „Disney Adventure“ verlassen
Zunächst war die Abfahrt nur verschoben worden, so dass die „Disney Adventure“ über Nacht am Anleger im Marina Bay Cruise Centre blieb. Doch dann wurde festgestellt, dass das Problem schwerwiegender ist. Die Passagiere mussten von Bord gehen. Sie sollen den vollen Reisepreis erstattet bekommen. Ferner zahlt die Reederei eine Hotelübernachtung und 500 US-Dollar für eventuelle Nebenkosten.
Über die genauen Probleme an Bord gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Auf verschiedenen Internetportalen wird von einem laufenden Problem an einer der drei Azipod-Antriebsgondeln berichtet. Zudem wird davon ausgegangen, dass auch die nachfolgende Reise der „Disney Adventure“ abgesagt werden muss.
Kreuzfahrt-Gigant
T Jungfernfahrt der „Disney Adventure“ wird auf März 2026 verschoben
Die „Disney Adventure“ verfügt über sechs Dieselmotoren vom Typ MAN 48/60CR mit einer Leistung von insgesamt 96.000 kW, die die Energie für die drei ABB-Azipod-XO-Antriebsgondeln liefern. ABB hatte seinerzeit auch alle wichtigen Steuerungskomponenten und Software für das größte bislang in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff geliefert. (bal)
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