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Europäische Zentralbank

EZB-Präsidentin Lagarde: Gehe nicht vor 2027

Seit dem 1. November 2019 führt die Französin Christine Lagarde die EZB.

Seit dem 1. November 2019 führt die Französin Christine Lagarde die EZB. Foto: Michael Probst/AP/dpa

Immer wieder wird spekuliert, Christine Lagarde könnte ihr Amt als EZB-Chefin vorzeitig niederlegen. Nun hat sich die Französin dazu geäußert.

Von dpa 23.07.2026, 15:40 Uhr
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Frankfurt/Main. EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist erneuten Spekulationen über einen vorzeitigen Rückzug von der Notenbankspitze entgegengetreten. Sie werde nicht vor 2027 gehen, sagte Lagarde nach der Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. „Wenn sich am Horizont Wolken abzeichnen, bleibt der Kapitän auf dem Schiff. Und es sind Wolken am Horizont zu sehen“, bekräftigte die Französin.

Lagardes achtjährige Amtszeit als EZB-Präsidentin endet regulär Ende Oktober 2027. Anfang Juli hatte Lagarde einen vorzeitigen Rücktritt von ihrem EZB-Amt mit Verweis auf die Präsidentschaftswahlen in ihrem Heimatland Frankreich nicht ausgeschlossen. „Das ist möglich“, sagte sie der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ auf die Frage, ob dies eine Option sei, falls die Unsicherheit nachlasse. „Ich glaube, dass in der französischen Präsidentschaftsdebatte eine europäische Stimme zu hören sein muss.“

Bereits im Februar hatte die „Financial Times“ berichtet, Lagarde wolle sich vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 zurückziehen. Hintergrund sind Sorgen, dass Rechtspopulisten die Wahlen in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft gewinnen könnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnte. Der amtierende französische Präsident Emmanuel Macron darf nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten. Beobachter vermuten, dass Macron einen Rücktritt Lagardes favorisiert, damit er noch Einfluss auf die Neubesetzung der EZB-Spitze nehmen kann.

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