Faustschläge am Hauptbahnhof, Messerfunde am Jungfernstieg
Eine „Quattro-Streife“ besteht aus Sicherheitskräften der Bundes- und Landespolizei, der Hochbahn-Wache und der DB-Sicherheit. Foto: Christian Charisius/dpa
Am Morgen schaukelt sich die Aggressivität nach einem Platzverweis hoch. Ein 30-Jähriger leistet massiven Widerstand.
Hamburg. Am Hamburger Hauptbahnhof sind am Dienstag zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes von einem 30 Jahre alten Mann mit Fausthieben angegriffen worden, unter den Opfer ist auch eine Frau.
Wie die Bundespolizeiinspektion Hamburg mitteilt, war der Mann zuvor bereits mehrfach des Bahnhofs verwiesen worden. „Als er sich erneut vor den Fahrausweisautomaten des Südstegs aufhielt, soll eine 26-jährige Sicherheitsdienstmitarbeiterin versucht haben, den Mann herauszuführen. Daraufhin soll er der Frau unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben“, berichtet Robert Hemp von der Bundespolizeiinspektion.
Mit Reizgas zur Wehr gesetzt
Als ein zweiter Mitarbeiter der DB Sicherheit eingeschritten sei, soll der 30-Jährige auch diesen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Um den Angriff abzuwehren habe der 46-jährige Sicherheitsdienstmitarbeiter Reizgas in Richtung des syrischen Staatsangehörigen gesprüht.
T „Ticket, bitte!“ Unterwegs mit Fahrkartenkontrolleuren im Kreis Stade
Eine in der Nähe befindliche „Quattro-Streife“ wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest. Der Mann habe weiter massiv Widerstand geleistet. Er habe gefesselt werden müssen. Sprecher Hemp: „Da er sich auch im Revier nicht beruhigte, wurde er in Gewahrsam genommen.“
Die DB-Mitarbeiter sowie ein Beamter seien leicht verletzt worden. Die Mitarbeiter „verspürten infolge des Schlages Schmerzen, lehnten jedoch eine Behandlung durch eine Rettungswagenbesatzung ab“, heißt es dazu.
Gegen den 30-Jährigen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Waffenkontrolle: Bundespolizei wird fündig
Ebenfalls am Dienstag hat die Bundespolizei gemeinsam mit der Landespolizei Hamburg in der Zeit von 14 bis 21 Uhr das Waffenverbot rund um die S-Bahnsteige am Jungfernstieg kontrolliert. Im ÖPNV gilt ein strenges Mitführverbot von Waffen jeglicher Art. Auch Fahrscheinkontrollens seien durch Mitarbeiter der Hochbahnwache durchgeführt worden.
Die Bilanz:
- 781 Personenkontrollen / Durchsuchungen
- 8 verbotene Gegenstände sichergestellt, u.a. Klappmesser, Taschenmesser, Teleskopschlagstock, Reizstoffschusswaffe)
- 16 Strafverfahren und Ordnungswidrigkeiten

Diese Waffen wurden sichergestellt. Foto: Bundespolizeiinspektion Hamburg
Verstoß ist Ordnungswidrigkeit
So sei ein 21-jähriger Mann kontrolliert worden, der ein Taschenmesser und einen Teleskopschlagstock mit sich führte. Die Gegenstände wurden sichergestellt und gegen den 21-Jährigen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Zudem wurde ein Haftbefehl wegen „Erschleichens von Leistungen“ gegen einen 33-Jährigen vollstreckt. Der Mann hatte 20 Tage eine
Ersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen oder 600 Euro Geldstrafe zu
zahlen. Der 33-Jährige konnte das Geld aufbringen.
Die Bundespolizei kündigt fortwährend weitere unangekündigte Kontrollaktionen an. (pm)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.